Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

30 1. Pathologie, Therapie und mediclnische Klinik. 
nes Krebsleiden, — Veraltetg, vernachlässigte, eingewurzelte, 
durch langjährige antivenerische Halbcuren hartnäckig, ja bösar“ 
tig gewordene Lustseuche; Knochenleiden, Blind- und Taubheih 
Scrophein, Lymphgeschwülste, Luftröhren- und Lungenschwind- 
sucht sypbilitischen Ursprungs; Fälle, welche den innern G® 
brauch des. Mercurs nicht vertragen, und andere, in welchen ver“ 
zögerte Heilung mit Verlust einzelner Theile oder mit Leben®“ 
gefahr droht, weichen. sämmtlich der Inu nctionsceur 2% 
schnellsten und ‚sichersten, . Verf. redet dieser Methode sehr d# 
Wort und ‚sagt, indem er sich auf Asrtauc bezieht: „alle Merci 
rialpräparate, Haunzsmann’s Merc. 8olub., ; WrınnoLD’s Kalom® 
und Dzonpi’s Sublimat können ausnahmsweise in einzelnen Fl 
len grosse Dienste leisten, allein in vorhin genannten Fällen le 
sten sie insgesammt das nicht, was wie methodisch durchgeführt® 
Inunctionscur vermag... Die Seuche soll und muss in dem davo® 
ergriffenen Organe eines hektischen Todes sterben; das 1ymphe- 
tische. und Drüsen - System muss ufngestimmt werden. Beides g“ 
schieht um so- sicherer und so schneller, je gleichförmiger die 
Temperatur. und die den Kranken umgebende Atmosphäre, J% 
magerer die Kost desselben ist; je mehr Mercur auf einmal und 
in ‚einer bestimmten Zeitfolge in den Körper gebracht wird; }% 
reiner und, ungestörter ‚die Krisen eintreten und unterhalten wer“ 
den,‘ Alle. diese Vorzüge vereinigen sich in der Inunctionseuf' 
Sie ist anwendbar gegen ‚alle syphilitische chronische Krankhet 
ten. Mit der Lustseuche complicirte Uebel müssen zuvor bt 
geitigt werden, and bei Zufällen von zu vielem Gebrauche de 
Quecksilbers muss man vor Beginn der grossen Cur bei Beol“ 
achtung einer zweckmässigen Diät warten, ob nicht die Zufäll® 
der Seuche mit denen des Metalls verschwinden. Geschieht d#® 
nicht, so muss sich der Patient erst erholen; wird er aber bei 
dem Genusse freier Luft und passender Kost täglich schwächen 
ohne dass ein organisches Leiden vorhanden ist, so kann er nf 
durch die Inunctionscur, mit Vorsicht angewendet, vom Tode g* 
rettet werden. — Bei Anwendung dieser Heilmethode empfiehlt 
Verf. Vorsicht: man wende sie in steigender Gabe des Mercur* 
und nicht gegen leichte, auf andere Weise zu entfernende Sy“ 
ptome der allgemeinen Lustseuche an. ‚Man wolle die Natı! 
nicht zur Krise zwingenz man unterstütze aber die Natur, ® 
bald sie selbst zu erkennen giebt, auf ‚welchem Wege sie: sich 
des Krankheitsstoffes‘ entledigen will, Wenn der Pat. währen! 
der Cur stark abmagert,: wenn‘ er nach geschehener Abendeil‘ 
reibung sich am Morgen wohl ‚und munter fühlt und nach def 
Cur bei dem Genusse der freien Luft und einer zweckmässige® 
Kost sich ohne Arznei bald erholt, so lässt sich auf eine gründ‘ 
liche und dauerhafte Heilung mit Gewissheit rechnen: — Verf 
theilt hierauf vier Krankheitsgeschichten mit, welche. theils d#® 
bisher Vorgetragene bestätigen, theils beweisen, dass selbst d®
	        
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