Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

AV‘ Gynäkologie: und räduatrık 45 
Schwuhden;. die: Genesung ichritt” so: rasch fort; dass Pat. inner- 
halb‘ 14. Tagen das; Bett verliesso und‘ sich in einigen Wochen 
‚Von ‘der ‘bedeutenden. zurückgebliebenen ‘Schwäche ganz. :erholte. 
‘Krethismus‘ im: Cerebralnervensysteme hatte ‘dessen Fhätigkeit::so 
‘überwältigt ‚ dass :Schlafsucht und: Bewusstlosigkeit: eintraten; .die 
Tntermission in: den. Zafällen "war ‚wahrscheinlich das Werk ‚der 
Nie: schlummernden, ‚im Verborgenen: wirkenden Heilkraft der Na- 
tars— Im Herbst 1828: erkrankte Ts kräftige, gesunde: -4jäh- 
rige Tochter „plötzlich (an Febr, nerv. itorpida, Die ‚Krankheit 
‘begann mit heftigem, periodisch wiederkehrendem Bauchschmerze; 
am zweiten Tage traten anhaltende Hitze: und Schlaf mit Bewusst- 
‘losigkeit: hinzu, aus. welchem Zustande: Pat, bisweilen schreiend 
‚auffuhr ,:um Getränk zu ‚verlangenz der: Leib war verschlossen; 
Urinausleerung ‚unwillkührlich ; Zuhge. trocken; Puls: kleim und 
häufig 5 die Hitze allgemein und brennend; Oelemulsion mit-Kırtt, 
Ayose:; Infus.‘ Valer.- mit -Saimiak: ‚blieben erfolglos; bis: zum 9. 
Tage gingen 8 -bis 9- Spulwürmer olme. alle Excremente ab; .nün 
zeichte T., .in'der Voraussetzung, ‘dass er ‚ein. vom Abdominal- 
gahgliensystem ausgehendes ‚Nervenfieber, wobei: das Gehirn: nur 
‚erst: secundär. ergriffen ‚sey , .vor sich habe (vielleicht ‚eine..wahre 
Ganglionitis. abdominalis) 6 Gr. Kalomel Zetündlich »zu 4: Griz 
sogleich bei der:zweiten Gabe fingen: alle Symptome an: sich‘ zu 
Mässigeir, “und: nach der 11. erwachte Pat, mit‘. dem: Ausrufe: 
"di mın bin. ich besser!“ —.. Ohne hbemerkbare Krise . schritt :nun 
‘die ‚Genesung schnell worwärts. Die ausgezeichnete und , schnelle 
Wirkung des Kalomels: scheint die‘ Annahme ;einer Ganglierent- 
Zündung‘ zu rechtfertigen. — Endlich erkrankte im 3. 4830 'P’s 
fast. 4jähriger zartery blonder, ‚stets: gesunder Knabe‘ nach -einer 
Vorangegangenen Erkältung‘ unter fast ‚gleichen Symptomen und 
demselben Krankheitsverlaufe, wie: in: dem zuerst erzählten Falle 
an Febr. nerbos. torpida ‚mit erethistica:abwechselnd ;+ wobei. eben> 
falls ‚vollkommene Intermissionen da: zu.seyn schienen; :nur zeich- 
hete: sich dieser: Fall: durch grössere "Intensität | der Erscheinun- 
gen, hinzutretenden “eiterigen Ausfluss’ aus beiden: Ohren‘, decu- 
Öitus und periodische: wüthende‘ Delirien vor. jenem aus,! so- wie 
dadurch; dass hier die. Heilung: allein. durch das‘ Opium. erreicht 
wurde, während alle anderen Mittel theils: ohne, ‘theils: mit "nur 
geringem Erfolge. angewandt worden waren. ‘ Den Ohrenflüss und 
den Decubitus erklärt ‚der Verf. aus: der Schärfe, die alle Se- 
und Exeretionen: in manchen Nervenfiebern: annehmen; wenigstens 
roch: der Urin‘ des Pat-:sehr stark nach Aetzammonium,; ‘und Len- 
‚den nnd Scrötum waren: schr ‚wund; : Gleichzeitig erinnert ’er dart- 
an, dass man. sich nicht überall des Opiams in der Kinderpraxis 
enthalten, sondern es nur mit Umsicht und Auswahl, namentlich 
bei einer gewissen Unruhe, Schlaflosigkeit, Erbrechen, grosser 
Reizbarkeit, anwenden solle, wo kein anderes Mittel die erhöhte 
Sensibilität herabzustimmen, den Nervenaufruhr zu stillen ver-
	        
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