Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

416 - IL. Materia mediea ung Toxikologie, 
blüht das Mädchen.und ist, ganz ‚gesund. . [ Hufeland’s Journal 
f. prakt. Heilkunde, 1833. Septbr.] + ‚.,, (K-—e.) 
„.. 265. Kin specifisches Mittel zur. Verhütung wun- 
ger Brustwarzen;. von Dr. StraHL ‚in Berlin. Da das 
Rede stehende geringfügig scheinende Uebel. sowohl‘ an sich be“ 
trachtet, als. in seinen Kolgen viel bedeutender jst,. als Manche 
zu, glauben geneigt sind, so. schätzt sich. Sr. sehr glücklich, & 
prophylaktisches Mittel nennen: zu können, ‚das wirklich .sped“ 
fisch wirkt und nie verlässt, . Es besteht aus Infusion von weit 
sem Wein mit ‚Galläpfeln, und er bedient sich in der Regel fol- 
geuder Formel: BR: Gall. tzureic. 3vj, Inf. c. vin. alb. 3vj, Stenb 
per 24 kor. in len, dig.'D. S. 3 bis 4 Mal ‚täglich umgeschla- 
gen. ‚Vom 6. Schwangerschaftsmonat ab wird ein in dieses In- 
fus. vierfach zusammengelegtes leinenes. Läppchen 3 bis 4 Mal 
täglich um die Brustwarzen geschlagen, wodurch die Fepidermiß 
so hart wird, dass kein Aufsaugen mehr zu befürchten jst.  D# 
diese Mischung schwer vertilgbare Flecke in. die Wäsche macht, 
so ist es gut, eine Compresse überlegen zu Jassen.. LHufeland’s 
Journ. d. prakt. Heilkunde, 1833, Dec.].  . (K—e.) 
; 266. Transfusion in einem Falle von Metrorrha“ 
gie mit günstigem Erfolge angewendet; von Dr. CHARL 
Warnen. : Eine Frau, welche im 8, Monat schwanger ging, hatte 
seit mehreren "Tagen eine sehr. bedeutende Menge Blut ‚aus der 
Gebärmutter. verloren, wonach grosse Schwäche eingetreten war. 
Da: die ‚angewandten Mittel ohne Erfolg blieben, und zu befürch“ 
ten stand, dass’ die Frau in Folge der ungemeinen. Erschöpfung: 
selbst ohne erneuten. Blutfluss, die Entbindung nicht ‚überleben 
würde, so schien dem Verf, die Transfysion das passendste Mit- 
tel abzugeben. Ks. wurden daher arfangs von einer Frau, .; und 
dann von dem Manne der Kranken, im Ganzen an 1% Unzen 
Biut transfundirt, wonach sich der. Zustand sehr .besserte, und 
die. Schwangere, ohne dass von Neuem Blutfluss. erfolgte, von 
einem, jedoch todten, Kinde entbunden. [The Lancet, ‚Decbr- 
28, 1833.) . . Hs) 
‚26%. Vergiftung durch Mohn; von Dr, Stra. in Ber“ 
lin.: Im Juni. v. J. wurde St. eines Abends spät zu einem 2; 
Jahre alten Knaben gerufen, Er fand denselben hbewusstlos, mil 
starrer erweiterter Pupille, rothem. anfgetriebenem Gesicht und 
in leichten aber ‚oft wiederkehrenden Zuckungen, Der Puls ging 
sehr schnell, die Haut war heiss, und am Unterleibe sah. man 
grosse, dem Scharlaelk ähnliche, rothe Flecke. Der Knabe‘ war 
bis Tags vorher ganz gesund gewesen, Abends aber mit Krbre- 
chen und ‚deutlichem starkem Fieber erkrankt und hatte die Nacht 
in starker. Hitze und; häufigen. Delirien zugebracht. . Ein Wund- 
arzt,.der das Kind. am Morgen sah, hatte das Uebel für, Schar“ 
lach erklärt, und da dieses Exanthem epidemigsch herrschte, so liest 
sich. diese Annahme durch die rothen Hautstellen-, das heftige 
Fieber und den stiürmischen Eintritt der Krankheit wohl recht-
	        
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