Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

868 : IV. Materfa medicea und Toxikologie, 
dende Herz auch diese, wenn die ‘Blutung ‘ nicht‘ allzustark ist. 
Wäre dies, 80 könnten die Folgen wohl ernsthafter seyn. Das- 
selbe Verhältniss folgt während der Hitze. Ist diese schwach, 
nach ‚lange‘ dauernden Wechselfiebern; #0 ‘möchte- wohl. eine 
Blutung jedenfalls‘ Ai : Krankheit befördern. : Nützen’-kann Blut- 
entziehung im Wechselfieber nie und-’unter keiner Bedingung, € 
sey denn in‘ Ostindien, wo nach Twrwine die chronischen Wech- 
selfieber "durch Purgirmittel. aufhören.‘ [Hufeland’s Journ: 'd-. 
prakt. Heilkunde, 1838, -Oct.] 1! 60 GE (Kuren) 6 
” 2839. ‘Salivation ls Heilmittel der Bauch wasser- 
sucht; 'von Dr. Annurimer zu Duisburg. : 1829 übernahm A. 
die Behandlung: einer 48jährigen‘ Frau, die an Bauchwassersucht 
litt,: ‘Schon ein Jahr: früher hatte sie ihn 'cönsueltirt;- ihr Unter- 
leib- war damals ungewöhnlich aufgetrieben] und griff man. in: die 
Bauchdecken: hinein, so stiess man auf eine voluminöse Verhär* 
tung ohne scharfe Begränzung , welche die linke Seite"der Bauch“ 
höhle einnahm. ‘Die Frau hatte vielmals geboren; und seit‘ der 
letzten Entbindung‘ vor‘ $ Jahren war ‚die Periode nicht wieder 
zurückgekehrt; woräuf gie bald die Entstehung eines harten Kno- 
tens: im Leibe wahrgenommen‘ hatte.‘ Da ; die Beschwerden da- 
von nur gering waren, achtete sie wenig‘ darauf, bis im Früh- 
jahre 1828 Vergrösserung‘ und Ausbreitung ‘der Verhärtung‘ den 
Umfang des: Bauches zu merklich aufschwellten, auch ‘die Ver“ 
dauung gestört und das Ansehen. leukophlegmatisch‘ wurde. Ai 
glaubte, einer infarctuösen Zustand ‘vor ‚sich zu‘ haben: und- leitete 
danach’ den“ Curplan "ein: -- Die’ auflösende : Methode “half jedoch 
der ‘Kranken nicht schnell: genug, sie‘ entzog' sich daher der ärzt- 
lichen Behandlung‘ und behalf sich mit Hausmitteln.‘ Als A, ’ein 
Jahlir später we Kranke ‘wieder‘ sah, wären‘; jene Verhärtungen 
meist verschwunden und‘ schienen sieh‘ liquescirt zu habehz der 
Bauch war nämlich‘ bedeutend wässerzüchtig“ und ‘die Wölbung 
desselben ragte: bis zur: Mitte ’des Brustbeins‘ einpor , ‘auch strotz- 
ten obere und untere Extremitäten vom im Zeilgewebe infiltrir- 
ten‘ Wasser ‘bis: zum Platzen.. Die ganzen !Diuretica‘ wurden 
fruchtlos versucht” die: leichtern‘ schienen: gar hicht zu wirken; 
die kräftigern äusserten‘ ifı: gewöhnlichen Gaben durchaus keinen 
Einfluss auf die Diurese, und in erhöhter Dosis wirkten sie sehr 
bald als‘ Drastica,: ‘was als- Wink der Natur, ‚auf diesem Wege 
das Wasser abzutreiben,‘ hätte angesehen‘ werden können, wens 
hicht trotz profuser‘ Durchfälle der Umfang des Unterleibs im- 
mer derselbe geblieben, ja selbst noch grösser geworden ‘wäre. 
Ueberdies fühlte sich die Kranke täglich schwächer und verwel- 
gerte die weitere Behandlung ,' wenn sie nicht andere Mittel. er- 
hielte. * Unter‘ diesen Umständen ‚griff der Verf. zum Quecksil- 
ber, das ja da, wo bei Wassersucht die Waesermasse unbeweg- 
lich bleibt; der Wirksamkeit“ der vorher vergeblich gebrauchten 
Mittel die Bahn brechen soll. Binnen $ Tagen nahm die Kranke 
20 Gr. Kalomel, worauf so enormer Speichelfluss, wie er ge“
	        
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