Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

EA 
V. Chirurgie und Ophthalmolögie; 
_ 162, Steine im Ductus Whartoniänus der Glan- 
dula submarxillaris; von Dr. MüLLEr‘ in ‘Mezingen. Ein 
22jähriger Soldat,‘ der sich einen Stein, so gross wie eine Acker- 
bohne, unter der Zunge hervorgezogen haben wollte, wendete 
sich 3 Wochen später‘ an M., weil dasselbe Uebel wiederzukom- 
men scheine; Der ganze Boden der Mundhöhle und die Glan- 
dula submazill, waren bedeutend angeschwollen , doch wollte der 
Kranke keine besonderen Schmerzen haben, sondern bloss beim 
Sprechen, Essen u. 8. w. genirt seyn. Zwei Tage daranf brachte 
er wirklich den zweiteti, durch Druck’ auf die Drüse neben dem 
KFrenulum lingüae mit Schmerz herausgekommenen Stein und 14 
Tage‘“darauf den dritten. Die letztern beiden Steine fühlte M. 
selbst im Duct. Whart; Sie hatten ebenfalls die Grösse: einer 
Ackerbohne.‘ “Ursachen liessen“sich‘ nicht ermitteln. Seitdem ist 
alles gut. [Med. Correspondenzblatt" d, württemberg. ärztlichen 
Vereins. 1833. Nr. 39.] “'(K—e) 
163. Paracentese des‘ Bfustkorbes; vom M. R.“Dr. 
ScCHNEDER in Fulda, S. hat zwei Mal dieselbe verrichtet; 'Ein- 
mal ‘bei- eine’ 10jährigen‘ Bauermädchen nach‘ der Natur über- 
lassene‘ Pneumonie, wo‘ sieh‘ unter dem rechten Schulterblatte 
eine grosse Geschwulst gebildet hatte; in deren Tiefe sich ‘deut- 
lich ‘Flucttation‘ zeigte und durch‘ Operation fast 2 Pfund Eiter 
entleert‘ wurden, worauf sogleich ‘das ‘schleichende Fieber aufs 
hörte’ und die Heilung rasch vor sich ging. Das zweite Mal bei 
einem 5jährigen Mädchen‘, nach durch Erkältung "plötzlich ‘zu- 
rückgetretenem Scharlach‘; worauf nach schwerem Kränkeln: end- 
lich‘ unter der rechten Warze keine 3 Finger - breite, erhabene, 
bei Berührung schmerzhäfte Geschwulst entstand, in deren 'Miefe, 
wie sich‘ dies beim Vorbeugen ‘des "Thorax noch mehr“ ergab; 
sich deutliche Schwäppung fand.“ Auf einen einige Zoll langen 
Einschnitf sprang gutartiger milchiger‘ Eiter entgegen. Beim Ein“ 
athmen- hörte die Eiterausleerung ‚aus der Brusthöhle 86 ziemlich 
auf, beim Ausathmen aber sprang der Eiter nicht nur bogenför- 
mig aus der: Wunde, sondern man hörte auch. deutliches Zischen 
der” ein="unü austretenden Luft. Die Heilung ging übrigens‘ hier 
nicht ‘so schnell,‘ wie im ersten Falle, vor'sich. Vom 31; Mai 
bis‘ zür‘ 24, Sept: musste‘ alles anfgeboten werden, das Geschwür 
durch ‘innere Mittel und zweckmässigen Verband zu heilen. — 
Beide Thdividuen sind jetzt gesund, stark und Mütter mehrerer 
Kinder.‘ [Clarus’s u. Radius’s wöchentt. Beitr. zur medicin, u. 
chirürg* Klinik, Bd. HE, Nr 32.) “  (K—e), 
"164. Fungus medullaris am Oberschenkel; mitge- 
dheilt”yom Stabsarzt‘ Dr. BERGER in’ Berlin.‘ Am 20. April 1833 
wuarde ein schwacher, 18jähriger, wenig entwickelter‘ Knabe der 
Charite übergeben. Gesicht und Haut waren wachsbleich, der 
Gliederbau schwächlich, doch alle Se- und Excretionen normal 
und keine: Dyskrasie zu bemerken. Das Allgemeipbefinden war 
nicht ‚sonderlich beeinträchtigt, der Appetit gut, der Schlaf aber
	        
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