Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

IN, Pathologie, "Therapie ‚und medicinische Klinik, 213 
ten, — Häufig treten Hämaturieen mit starken Frostanfällen ein, 
wie denn ja auch bei reizbaren Subjecten eine geringe Reizung 
der Harnröhre, etwa durch ein Bougie, Frösteln erzeugen kann. — 
Prour-: hat einen Fall beobachtet, wo regelmässig vor der Blut- 
Ausscheidung ‚ein epileptischer Anfall vorausging. — ELLIOTSON 
Erzählt ein Beispiel einer intermittirenden‘, mit dem Frostanfalle 
Wiederkehrenden Blutung aus der Harnröhre. Bei der Hämatu« 
Tie ist noch der Umstand bemerkenswerth, dass das Blut, mag 
©8 nun aus den Nieren und Ureteren oder aus der Urethra kom» 
men, in der Blase coagulirt wird, was Veranlassung‘ zu grossen 
Leiden‘, bisweilen auch zur Lebensgefahr giebt; Urinverhaltung, 
hisweilen- Blasensteinerzeugung sind die gewöhnlichen. Folgen; 
wir haben Ursache, ein Coagulum in der Blase zu vermuthen, 
wenn nach einer kürzlich Statt gehabten Blutung aus der Ure- 
thra brauner dunkler Urin fortwährend excernirt wird und er ein 
chocolatenfarbenes Sediment absetizt; je grösser das Coagulum, 
desto grösser die Reizung der Blase. [Lond. med. Gaz. X.] (Br.) 
140. Diagnostische Erörterungen über Coxalgie; 
vno Dr. J. Edl. v. WaTTtmann, Prof. d. pr. Chirurgie in Wien. Verf. 
würdigt hier einige Erscheinungen genannten Uebels, welchen 
man pathognomonischen Werth beigelegt hat, und trägt auf diese 
Weise zur baldigen und richtigen Erkenntniss ‚des Debels und 
dadurch zu seiner zweckmässigen Behandlung bei; Zu jenen 
Erscheinungen der Coxalgie gehört die Verlängerung und Ver- 
kürzung des Schenkels, der Kuicschmerz und die .Unbeweglich- 
keit des Gelenkes. — Die Verlängerung des Schenkels 
und den Knieschmerz lässt man gewöhnlich in der zweiten 
Periode der Krankheit eintreten; die Ausweichung des Schen- 
kelkopfes aus der Gelenkpfanne und die Verkürzung 
desselben in der dritten Periode; lässt davon nur wenige Aus- 
Nahmen gelten und glaubt, dass später das Glied sich nur dann 
Verlängere, wenn der Kopf des Schenkelbeins in die Gegend des 
eiförmigen Loches zu stelıen komme, und dass die Unbeweg 
lichkeit des Gelenkes erst späterhin sich einfinde. Wir 
dürfen wohl als bekannt voraussetzen, wie man sich den Zusam- 
menhang dieser Zufälle erklärt hat, und kommen zu des Verfs, 
Meinung, dass die Verlängerung besonders in der ersten und 
Zweiten Priode in den meisten Fällen nicht (wie man glaubt) 
von Anschwellung der Knochen, noch weniger von Erschlaffung 
der Weichtheile herrühre; sondern .von einer durch Congestion 
bedingten Anschwellung der neben dem Hüftgelenke liegenden 
Weichtheile bewirkt werde. Die Folge davon sey Schiefstel- 
lung des Beckens, welche wieder eine scheinbare Verlän- 
8erung oder Verkürzung des Gliedes, bisweilen in sehr hohem 
Grade, zur Folge habe. Die Verlängerung oder Verkürzung der 
Untern Gliedmassen kann in einzelnen Fällen von Coxaigie nur 
Scheinbar seyn; denn der gesündeste und mit untern Gliedmas- 
Sen von gauz gleicher Länge verscheue Mensch kann jene wech-
	        
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