Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

178 IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 
verdichtetes Zellgewebe fest mit einander verbunden. Die FF. 
üiaca, femoralis und saphena konnte man nur mit. Schwierigkeit 
darstellen, da sie fest mit ihren Scheiden und der sie umgeben- 
den organisirten Lymphe zusammenhingen, in welche sie gebet- 
tet waren. Ihre so wie der Vena poplitaea übrige Beschaffen- 
heit glich der der untern Hohlvene, ausgenommen,’ dass die in 
ihnen enthalteire Substanz dünner, von brauner Farbe und etwas 
eiterartig von Ansehen war. Der untere Theil der Saphena und 
die Venen nahe am Fusse waren mit Gerinnsel vollgefüllt, übri- 
gens waren sie gesund. Die Artt. iliaca und femoralis enthiel- 
ten etwas weniges Blut, die übrigen Arterien waren leer. — 
Man sieht aus dem Vorstehenden, dass Entzündung des Zellge- 
webes, des Fettes, der äussern Fläche der Venen vorhanden wa- 
ren; woraus hervorgeht, dass die Erscheinungen der Phlegma- 
tia alba nicht bloss von Entzündung der Venen oder Lymphge- 
fässe abhangen. Zur Bestätigung dieser Angabe kann G. anfüh- 
ren, dass sich vor Kurzem ein Mann im Hospitale befand, bei 
welchem in Folge. eines Hautausschlags beide Saphenen ohlite- 
rirten und doch keine Phlegmatia alba erfolgte. — Die in Rede 
stehende Wöchnerin war am 24. Januar mit heftigem Schmerze 
des einen Auges und Erblindung desselben aufgewacht. Bei der 
Untersuchung entdeckte man überaus starke seröse Chemosis, 
so dass die Hornhaut fast verborgen war. Die Empfindlichkeit 
der Geschwulst war so gross, dass die Berührung der Augenli- 
der nicht ertragen werden konute. Die Farbe der Chemosis war 
völlig weiss. Der sehr kleine Theil der Hornhaut, welcher 
sichtbar war, erschien getrübt. Bei der Zerlegung nach dem 
Tode ‚wurde die Hornhant ganz durchsichtig gefunden. und die 
Chemosis war fast ganz verschwunden. Die Iris hatte ihre nor- 
male graue Farbe verloren, war fast weiss und mit langen Lymph- 
flocken hinten und vorn bedeckt. Die wässerige Feuchtigkeit 
war trübe und zeigte ebenfalls schwimmende Lymphflocken. Die 
Krystalllinse war trübe und von lichtbraummer Färbung. Der Glas- 
körper hatte eine düster gelbliche Farbe und veränderten Zu- 
sammenhalt (?), denn beim Einschneiden in ihn war die auslau- 
fende Flüssigkeit dick und fadenziehend, — GG, bezeichnet diese 
Erscheinungen als Phlegmatia alba des Auges, da die Er- 
scheinungen in ihm mit denen im Beine völlig übereinstimmen, 
Bei Entzündungen gewöhnlicher Art geht das Sehvermögen auch 
nicht so schnell verloren. Die Empfindlichkeit des. Auges und 
des Beines war ebenfalls gleich, [Lond. medical and surg. 
Journ., Part. XV.) . (Rde,) 
118. Pneumatosis uteri; von Dr. Ray in KEastport. 
Die Kranke war eine Frag von 40 Jahren und Mutter von’ zehn 
Kindern. Als R. das Uebel zum ersten Male beobachtete, war 
sie im 3. Monate schwanger und fühlte, wie früher jedesmal 
in derselben Zeit, heftige Schmerzen in der Gebärmuttergegend, 
Jie aller Kunst widerstanden. Der frühere Arzt hatte Luftent-
	        
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