Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

10 Il: Chirurgie nnd Ophthalmologie, 
thgter, eingebracht, der ‚aber schon. nach einigen Stunden wie 
der. entfernt werden musste, anch wurde eine zweite Anwendung: 
wegen heftiger Schmerzen eben so wenig vertragen, :, Doch ver- 
kleinerte.:sich bei zweckmässigem Verbande. die. Wunde immex; 
mehx und schloss. sich endlich ganz; ; Das. Glied, war ‚schon. frü-; 
her zum normalen Zustande zurückgekehrt, : [Casper's. Wochen- 
schrift f. d. ges. Heilk., 1833, Nr. 50.];.... (K—e.) 
314, Eigenthümliche Affection des Gesichts-Sin» 
nes; vor: Dr. Sum. De BouTEMARD zu Rheinsberg. Nach plötz- 
licher. Erkältung mit Schreck empfand ein Stellmacher ,. wenn er 
einem. Andery: in’s Gesicht sah, Schauder und Beben durch den, 
gauzgen Körper mit folternder. Angst; Die ganze menschliche. Ge- 
stalt konnte er, wie jeden andern Gegenstand, ruhig betrachten, 
den Aublick des menschlichen Auges aber nicht ertragen, da.e8s 
ihnr als glänzende, immer grösser. werdende Scheibe erschien, 
aus der Schreckbilder auf ihn zukamen, ‚die Schaudern. und un- 
erträgliche Angst mit Zittern des ganzen Körpers. verursachten. 
Nach Aderlass erhielt der schon Vomituritionen habende Kranke 
ein. Brechmittel, . dann Derivantia und . Diaphoretica und in den 
Nacken ein grosses Vesicans, worauf sich der. Zustand besserte. 
Da:,aber die Empfindlichkeit der Augen nicht ganz wich, so wur- 
den sie mit ‚einem Inf. Bellad. et Hyosc. fomentirt, . Durch Ver- 
sehen nahm der Kranke einen Löffel dieses Aufgusses innerlich, 
womch er zwar erst ängstlich; doch. bald leichter in allen Gilie- 
dern, wurde: und die Gesichtstäuschung sich in kurzer Zeit ganz 
verlor... ‚Hierdurch geleitet gab man dem Kranken‘ Narcotica mit 
auflösenden Mitteln, und er wurde völlig hergestellt. . [Casper’s 
HWochenschr, f. d. ges. Heilk., 1833, Nr, 18.] .. (K—e,) 
115. Amaurose durch die Natur geheilt; aus amt- 
lichen Berichten mitgetheilt von Dr. Lonmexer. Kin Unteroffis 
cier,. der früher schon an rheumatischen Beschwerden behandelt 
worden war, verlor plötzlich nach Waschen des Kopfes mit kal- 
tem Wasser das Sehvermögen auf dem rechten Auge, Anfäng- 
lich. erkannte. er nech, doch undeutlich, nahe, grosse, stark be- 
leuchtete Gegenstände, bald aber vermochte er nur .noch Tag 
und Nacht zu unterscheiden, ohne dass, ausser geringer Beweg- 
lichkeit der Iris, etwas im Ange zu bemerken war... Auch fand 
sich das Allgemeinbefinden nicht gestört, nur. war, wie. schon 
früher ein Mal, der Puls auffallend selten. ‚Eine antirheumati- 
sche Behandlung blieb ohne Erfolg, vielmehr. kam noch hartnä- 
ckige rheumatische Augenentzündung hinzu, die allen Mitteln 
trotzie, bis auf ein Mal ein Petechialtyphus sich ausbildete, wor 
auf das Augenübel schnell zurücktrat, Das Fieber. schien tödt- 
lich verlaufen zu wollen, unerwartet jedoch verloren sich Sopor 
und Delirien, colliquative. Ausleerungen und Petechien, schwan- 
den und allmählich genas der Kranke, wonach auch. der Puls 
wieder die gehörige Frequenz annalım. Sehr bald konnte der 
Gehelite,. nur ‚noch mit ‚sehr geringer Schwäche ; des. rechten
	        
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