Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

1:- Pathölogie, Therapie und medicinisch6 Klinik:! 3397 
flössen, dass sie breite Ecchymosen bildeten, während &le an 
andern Theilen vereinzelt standen. Arme und Beine waren ge- 
Schwollen und glänzend. Ausser über Mattigkeit, hatte Pat. über 
nichts zu klagen, Nachdem er Hatıer’sches Sauer genommen 
hatte, verminderten und veränderten sich die Petechien; sobald 
aber Pat. an die Luft kam, schwollen seine Extremitäten, und 
er wurde matt. Man verband mit jenem Mittel ein bitteres, 
Stärkendes Elixir, wie auch zweckmässige Diät, und nach 6 
Wochen sah sich Pat. hergestellt: — Ohne bekannte Veranlas- 
sung fing ein jähriger Knabe anzu brechen, übel auszusehen, 
ohne dass sich Fieber einstellte und die Lust zu spielen ganz 
verging. Verf. vermuthete eine gallertartige Erweichung des 
Magens, war jedoch sö glücklich, durch warme Chamillenbäder, 
Einreibungen von Nelkenöl und Muskatbalsam in die Magenge- 
gend und durch Mandelmilch' mit aromatischem Syrup das Kind 
zu heiten. — Kine Funfzigerin, von welcher im vorhergehenden 
Berichte schon die Rede war, fiel am 18. Januar in ihr altes 
Vebel zurück: sie verweigerte dem beliebten Caffee, fütterte mit 
ihrem Milchbrote. die verhasste Katze; hörte auf keine Frage 
und verlor die Besinnung. Der Puls war voll, mässig beschleu- 
nigt, das Athmen unregelmässig, ' mühsam,‘ bald gurgelnd und 
rasselnd, bald schnarchend und röcheind , so dass jeden Augen- 
blick: Erstickung zw fürchten stand. Die Augen waren geschlos- 
sen, die Pupillen wenig contractibel; beim Aihmen trat oft 
Schleim in den Mund. Nach einem Aderlasse von 3— 4 Tassen; 
wobei das Blut in einem dünnen‘ Strahle‘ rasch‘ abfloss, wurde 
das Athmen freier, ‘ohne dass sich der Pals: sonderlich änderte, 
und: die Besinnung kelirte zurück. Nach einem Brechmittel wa- 
ren Bloss Vomituritionen erfolgt; die Kranke fasste sich fortwäh- 
rend mit‘: der Hand nach dem Kopfe, der ihr schmerztez‘ der 
Puls war klein und beschleunigt; Schwäche, Apathie und Ge- 
dankenlosigkeit deuteten noch auf’ Gehirnieiden hin. Nachdem 
das Brechmittel noch gehörig gewirkt, und man in‘ den Nacken, 
an die Waden und in die Regio epigastrica Zugpflaster‘ gelegt 
hatte, trat zwar Besserung ein; allein später bekam Pat. grosse 
Angst und Unruhe, Klopfen im Unterleibe‘, welches man in der 
Regio hypochondr. sinistra; mehr nach dem Nabel‘ zu, deutlich 
fühlte; es rieselte in den Adern, der Puls war klein und etwas 
beschleunigt. Man gab das Kir, acid. H. mit‘ Tinct. Digital, 
und Ag, Laurocerasi, applicirte 12 Blutegel ad locum affectum, 
Worauf Pat. genas. — Eine zarte, sensibele Frau, die früher an 
der Verdauung, an Vapeurs und hysterischen‘ Passionen gelitten 
hatte; bekam den 9. Tag nach ihrer zweiten und glücklichen 
Entbindung Schmerzen in dem Leibe und“ im Kreuze; UVebelkeit, 
Angst,°Hitze, Erbrechen und Laxiren. Der Unterleib‘ war auf- 
getrieben und empfindlich, die Haut’ warm und feucht, der Puls 
Zusammengezogen und mässig beschleunigt, der Durst‘ lebhaft; 
die Unruhe gross; die‘ Lochien inr Flusse, Die‘ angewendeten
	        
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