Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

VIl. Thierarzneikunde. 
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Peritonaeum geborsten. — Der Fall von einer sehr hohen Stange 
war die Ursache dieser Krankheit. [}Füldberg’s Magazin, 1832, 
Bd. 1, HM. 4. ; (V—t.). ; 
VIII. - 'THIERARZNEIKUNDE, 
57%. Uebersicht der in dem k. k, Thierarznei-In- 
stitute zu Wien in dem Militärjähre 1832 behandel- 
ten kranken und der untersuchten wüthenden und 
Wuüuthverdächtigen Thiere; von Jorm. Lıvp., M. D. u. Dire- 
ctor dieses Institutes. Von 1492 kranken Thieren genasen 1247, 
fielen 141, wurden als dienstuntauglich 60 vertilgt, 5 zur Vertil- 
gung entlassen und blieben 39 in der Behandlung. — Die Zahl der 
zur Untersuchung und Beobachtung gebrachten wüthenden und 
wuthverdächtigen Thiere belief sich auf 155. Darunter waren 
151 Hunde und 4 Pferde. Von den Hunden waren 5 toll und 
starben; 7 wurden als bösartige und beissige getödtet, wie auch 
4 von einem wüthenden Hunde gebissene Stücke; 9 mussten, 
als böse Thiere, mit Maulkörben angethan werden. — Die Krank- 
heiten waren durchaus nicht epizootisch oder seuchenartig, son- 
dern Folge schlechter Pflege und Wartung bei höchst veränder- 
licher Atmosphäre, Anstrengung u. s. w. Besonders litt das Drü- 
sensystem, die Eingeweide der Brust und des Hinterleibes,. wie 
auch die Extremitäten. SL Stück litten an Drüsen, 188 an Lun- 
gen-, 64 an Halsentzündungen, 84: an gastrischen Fiebern, 334 
an Koliken und 293 an Lahmgehen, Schwund und ähnlichen De- 
fecten. Der vorherrschende Charakter der innern Leiden war 
ächt entzündlich und verlangte die antiphlogistische Heilmethode. — 
21. Pferde wurden mit Glücke castrirt und 29 mit gleichem Er- 
folge englisirt. [Med, Jahrb. d. k. k. ‚österreich. Staates, 1833, 
Bd. 13, St, 4. (Y—t) 
58, Bemerkungen und Erfahrungen über Acupun- 
ctur in thierärztlicher Beziehung; von Anton Hayne, 
Prof. d. spec. Pathol. u. Therap.. am Thierarznei- Institute zu 
de * Die Acupunctur besteht gewöhnlich in dem hinreichend 
jiefen „Einstechen mehrerer, zwei bis drei Zoll langer stähler- 
ner Nähnadeln, die ein bis acht Tage nicht so sehr in, als zu- 
nächst über dem leidenden Theile stehen bleiben und dadurch 
mehr oder weniger heftige entzündliche Anschwellungen nnd 
mehr oder weniger vollständige Heilung zur Folge haben. . Die 
Nadeln werden alsdann an den, aus Vorsicht durch das Oehr, ge- 
zogenen und verschlungenen Faden, selbst wenn sie. eigen- 
mächtig tiefer eindringen, herausgezogen. Werden sie, was zu- 
Weilen geschieht, bei der eintretenden, Anschwellung von selbst 
herausgehoben, so. müssen sie auf’s Neue applicirt werden, was 
bei der Unruhe der Thiere, noch mehr aber bei dem Wider-
	        
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