Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

V. Gynäkologie und Pädiatrik. 508 
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keit, Schwindel, Kollern mit Schmerzen im Unterleibe und Rücken, 
Am 1. Februar floss Blut durch die Scheide. Der Un- 
terleib war kleiner und weicher; die Scheide noch blutig und 
das künstliche Orificium leicht zu fühlen. Der Zusatz von Tart. 
emet. wurde um 6 Gran vermindert, übrigens blieb es bei obi- 
gen Verordnungen, und es “wurden emollirende Dämpfe an die 
Geschlechtstheile verordnet. Bis zum 11. Febr. war dreimal 
Schwindel eingetreten, fast nach jedesmaligem Einnehmen von 
dem Pulver Erbrechen erfolgt und kein Blut mehr abgeflossen. 
Der Unterleib war weich, aber zu hoch. In dem künstlichen 
Gebärmutterkanale liess sich das Instrument 14 Zoll hoch hin- 
aufschieben. Inuerlich sollte täglich 3 mal ein Theelöffel voll 
Tinct. Guajac, volat, (wozu?) in Wein genommen werden. Bis 
zum 4, März waren mehrere Klumpen dickes Blut aus der Scheide 
gefallen, Schwindel fast um den andern Tag eingetreten; der 
Bruch war wieder grösser und härter. Damit das künstliche 
Orificium sich nicht verkleinere, wurde ein elastisches Bougie 
eingebracht und liegen gelassen; innerlich aber verordnet: Kt. 
Hellebor, nigri, Extr Tarax., Pulv. rad. Rub, tinct., Alo&s, Pulv. 
fol. Senn, c. Sacch. alb. (!). Den 6. März war das Bougie 
herausgefallen, uud sogleich und bis zum 9. März Blut nachge- 
flossen. Der Leib war weich, die Scheide blutig, das Orificium 
gehörig offen. Das Mittel hatte Oeffuung gemacht und wurde 
fortgenommen. Bis zum 17. März war öfter Schwindel einge- 
treten und Blut abgegangen. Verf. zweifelte an dem Daseyn 
eines Cavum uteri, zumal da bei Application das Trocarts 
deutlich zu fühlen, wie er an der hintern Wand der Gebärmut- 
ter vorbei und nicht. höher hinaufging, als er am 19. Januar ge- 
waltsam eingeschoben war, und suchte nun diesen Canal zu er- 
weitern und eine Cavität zu bilden. Kr brachte zu diesem Ende, 
nachdem er von einem Pulver aus Valeriana, Rub. tinct., Boras 
venet. und Cort. aurant. täglich 3 — 4 Theelöffel voll ohne al- 
len Nutzen hatte nehmen lassen, einen von guter und compacter 
Rad. Gentian, gefertigten Meissel in den Uterus. Das Ding 
hatte, zumal des Nachts, heftige Schmerzen ‚verursacht, die aber 
nachliessen, als der Meissel am 23. März gewaltsam herausge- 
zogen wurde. Er war wenigstens noch einmal so dick gewor- 
den. Es wurde ein neuer Meissel von der Stärke des ange- 
schwollenen eingebracht. Dabei schwollen die Brüste und der 
Bauch an und es floss Schleim aus der Scheide. Hierauf ent- 
standen Schmerzen, welche in der Nacht so heftig wurden, dass 
die Leidende die Maschine von sich warf. Statt dessen wurde 
eia silberner Katheter eingebracht und befestigt, durch welchen, 
wie auch durch die Scheide, Blut und Schleim abfloss bis zum 
29. März; allein nachdem er entfernt war, repelirte dieser Blut- 
abgang vom 7%. bis zum 10. Mai stark, und das künstliche Orifi- 
eium hatte einen callösen Rand. Den 27%. Mai klagte die Kranke 
wieder über Schwindel, und als der Uterus mit dem Katheter
	        
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