Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

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;„-"1V. Chirurgie und Ophthalmologie. 
den; sicherlich schützt die Beschneidung dagegen. Concretionen 
in den Blutgefässen und namentlich in den Venen hat der Verf. 
noch zu wenig beobachtet, um Eigenes darüber mitiheilen zu 
können. Das bisher Bekannte hat Pnösus fleissig zusammenge- 
stellt. Noch weniger weiss G. über die in andern Secretions- 
organen, z. B. in den Samenbiasen, den Thränendrüsen, vorkom- 
menden Steine etwas zu berichten, da sie ihm weder bei Men- 
schen noch Thieren aufgestossen sind. {Med. Zeit. v. Vereine 
f. Heilk. in Preussen, 1833, Nr. 33.] ; (K—e.) 
832. Beobachtungen von Speichelsteinen; mitge- 
theilt von Dr. DıerrensacH. I, Ein 55jähriger Mann litt. seit 
einigen Jahren an Schmerzen in der linken Wange, worauf An- 
schwellung und Verhärtung in der Gegend des Unterkiefers die- 
ser Seite folgte: Die innig mit dem Knochen zusammenhängende 
Geschwulst wurde allmählich hühnereigross, brach in der Mitte 
auf und gab dünnen KEiter, worauf der Kranke in D’s. Behandlung 
kam. Die Sonde drang nicht nur in den cariösen Unterkiefer 
ein, sondern durch diesen bis unter die Zunge, wo sie auf ei- 
hen harten, als Speichelstein sich ausweisenden Körper stiess, 
Durch Einschnitt innerhalb der Mundhöhle wurde ein Stein ent- 
fernt, der so gross wie eine kleine Bohne war, dann wurden die 
Weichtheile auf der äussern Seite des Kiefers durchschnitten und 
die Blutung geraume Zeit unterhalten. ‚Bei anhaltendem Ge- 
brauche von Kataplasmen, Salben und stärkenden innern Mitteln 
trat völlige Heilung ein. — IL Ein 3jähriger Knabe litt seit län- 
ger als einem halben Jahre ;an schmerzhafter Geschwulst unter 
der linken Seite der Zunge, die so gross wie eine schmale Bohne, 
verschiebbar und etwas röther als die Umgegend war. Der gros- 
sen Härte wegen vermuthete D. einen Speichelstein im WHAR- 
zxon’schen Gange, machte daher einen 3 Zoll langen Längen- 
schnitt‘ und zog mit der Pincette einen Speichelstein heraus, der 
die Länge einer kleinen Bohne und die halbe Breite derselben 
hatte. Der Stein war rund, hatte 2 stumpfe-Spitzen , eine rauhe 
Oberfläche, und war ziemlich porös und fast weiss. [Medicin, 
Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Preussen, 1833, Nr. 24.]' (K—e.) 
333. Tödtliche Blasenverlefzung und ihre Be- 
handlung; von Dr. Momsert in Wanfried. Ein Mann fiel von 
einem Baume; und zwar musste dies sitzend geschehen seyn; 
denn als er wieder aufstand, fand sich ‚ein spitzes Stück Holz; 
das in der Erde gesteckt hatte, in seinem Unterleibe. : Zwischen 
Hodensack und After neben der Raphe war es mehrere Zoh tief 
eingedrungen. Der Verwundete zog das einen’ Zoll im Durch- 
messer haltende, glatte und runde Holz selbst heraus, ging ohne 
Beistand nach seiner nicht zu weiten Wohnung und liess einen 
nahen Wundarzt rufen. Da dieser aus der Wunde Harn und aus 
der Harnröhre Blut fliessen sah, war sein erstes Geschäft, die 
gegen 14 Zoll lange Wunde, die fast die Stelle einnahm, wo 
man durch Lateralschnitt den Stein operirt, so fest zuzumähen,
	        
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