Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

354 11. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
haut ‘wie injicirt durch die Tunica intima schimmerte. Magen, 
Zwölffinger-, die zweite Hälfte des Grimm- und der ganze Mast- 
darm zeigten diesen Congestivzustand am auffallendsten. Kine 
thalergrosse Stelle am Quergrimmdarm war förmlich sugillirt. . Das 
Blut war dick, sehr dunkel. Der Kopf blieb uneröffnet, da nichts 
Wichtiges in ihm zu erwarten war, [Med. Zeit. v. Vereine f. 
Heilk, in Preussen, 1833, Nr. 33.] ;(K— ee.) 
II. PATHOLOGIE, THERAPIE und MEDICINISCHE KLINIK. 
309. Uebersicht der wichtigeren in den Monaten 
Juli, August und September 1832 von Honwn beob- 
achteten Krankheitsformen. (Schluss. S. Summar., Bd. 
VI, Nr. 261.). Nach einem, von selbst verschwundenen, sehr em- 
pfindlichen Kopfrheumatism mit entzündlicher Geschwulst am 
Halse und Kinne, an welchen Uebeln Patient öfter schon gelit- 
ten, bekam ein 46jähriger‘ Mann äusserst schmerzhafte Blasen- 
krämpfe ‚mit Harnbeschwerden. Die Entleerung der Blase er- 
folgte immer nur stossweise ; in Intervallen, jedoch ohne Schmer- 
zen, meistens nur wenn sie ganz gefüllt war, oder beim Stuhl- 
gange. Frottiren der Blasengegend und des Unterleibes mit der 
flachen Hand erleichterte das Harnlassen; beschwerlich und lä- 
stig wurde es, und erregt wurden die Blasenkrämpfe durch Ob- 
struction und Flatulenz,. wozu der Kranke geneigt war. Bei sol- 
cher Blähsucht war auch des Kranken Schlaflosigkeit, die ihn 
schon seit seiner Kindheit verfolgte, äusserst quälend. Von Zeit 
zu Zeit erschienen auch gichtische Anfälle in den Knieen und 
Zehen, ‚wobei alsdanıi die Harnbeschwerden etwas nachzulassen 
pflegten. Man empfahl ihm das Wildunger Wasser, Kinreibun- 
gen von terpenthinhaltigem Spiritus in die Nierengegend, einen 
Thee aus Fol. Uvae Uresi, Fol. Aurant. und. Senne, Bacc. 
Junip.. und Sem, Foeniculi, und Bäder mit Salz und Seife, — 
Eine junge unverheirathete Dame bemerkte etwa vor 10 Wochen 
eine Stumpfheit in den linker Fingern, als ob sie eingeschlafen 
wären. Mit der Zunahme theilte sich diese Empfindung der 
ganzen Hand und dann dem Arme mit und wurde zur wirklichen 
Schwäche: und Gefühllosigkeit. Ruhe ‚und Wärme verschafften 
Erleichterung, aber die Hand war immer blass und kalt anzu- 
fühlen. Ein Gefühl von Abgestorbenheit die: ganze linke Seite 
herunter und besonders im iinken Beine und Fusse kehrte mehr- 
mals wieder. Nor 14 Tagen entstand dieses Gefühl in beiden 
Füssen und nach einigen Tagen im ganzen Unterkörper. bis über 
die Hüften... Sehr beschwerlich war das Gefühl von,‘ wie mit 
festen Bändern bewirkten Zusammenschnüren des: Unterleibes, da, 
wo die Hüften anfangenz es war, als ob die. Beine zugammen- 
geschnürt wären, wodurch das Gehen verhindert wurde;3 ja, selbst
	        
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