Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

396 I.; Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 
Bäder; Diuretica gehoben;: bisweilen erheischen sie kleine, Blut- 
entziehungen. [Lond, Med, Gaz., XL}. 1, (Br.): \- 
264... Amtliche .Correspondenz, die Behandlung 
der Krätze betreffend... Die k..preuss. Regierung zu Lieg- 
nitz hatte das k. Curatorium ‚für die Krankenhaus - Angelegenhei- 
ten zu Berlin ‚ersucht ihr. ein‘ .curatives‘'. Verfahren. ‚gegen die 
Krätze. anzugeben, das: sich, bei..aller Einfachheit und -Wirk- 
samkeit, vor ‚allen übrigen durch. Wohlfeilheit- auszeichnete und 
in;.dieser Hinsicht in der Charite völlig..bewährt gefunden - wor” 
den wäre. Diesem, Ersuchen ;zu ‚genügen, ‚gab das Curatorium 
an, dass die Krätze zeither in-der ‚Charite. in der Regel auf 
folgende Weise, behandelt worden -sey:: jeder damit .Behaftete 
reibt sich unter strenger. Aufsicht; den, ganzen; Körper, ‚ ‚Gesicht 
und Geschlechtstheile ausgenommen, besonders aber die vorzugs- 
weise Jeidenden Stellen 3. Mal täglich mit einer. Salbe aus:einem 
Theile Schwefelblumen, 2 Theilen schwarzer. Seife‘ und. .;so. viel 
Wasser, als zur Consistenz einer dünnen; Salbe :nöthig ist. : Da- 
bei nimmt. er innerlich. von‘ einem Pulver.:aus-, 3. T’heilen gerei- 
nigten Schwefels und einem -Theile präparirter Austerschalen. 3 
Mai täglich 1 Theelöffel oder nach Constitution, ‘Alter. u. 8; w. 
mehr oder weniger.‘ Wöchentlich 2 Mal erhält ‚er überdies: eine 
Glaubersalzauflösung und; 3 Mal wöchentlich ein lauwarmes Bad, 
in dem er sich mit schwarzer Seife abwäscht.‘. Bei dieser Be- 
handlung schwindet die ‚Krätze in der Regel binnen. 14 Tagen. 
In einzelnen hartnäckigen. Fällen, wo das Uebel rein örtlich ge- 
worden ist und nur noch die Hände einnimmt,:, wird eine Salbe 
aus dem aus concentrirtem Eichenrindendecock mittelst essigsau- 
ren Bleis erhaltenen Niederschlage (Rr, Cort. Querc, 3jj coq. €. 
Aq. font, libr. 3} ad reman. Col. 3vjjj» Col.ırefrig. praecip. 
Plumb. ‚acet.: q.. 8... Hujus praecipitati 3} admisc. Spir,. vin, 
rectif. 3}.n Serva.) ferner weisse Präcipitatsalbe, Auflösung des 
Merc. 8ubl„ corr. (12 Gr. auf 1 Pfund Wasser) und Betupfen 
der einzelnen Pusteln mit Höllenstein oder kaustischem Kali wech- 
selnd; gebraucht, Da aber ‚diese Cur, als mehr :zusammenge- 
setzte, Laien, wie die ‚genannte Regierung: zu‘. beabsichtigen 
schien, füglich nicht zu. überlassen. ist, sie auch Schmuz und 
Verunreinigung. der Wäsche herbeiführt, ‚und: mehr. in vernach- 
lässigten Fällen richtige. Anwendung ‚finden. dürfte, so empfiehlt 
das Curatorium den ‚erst: vor ‚Kurzem ‚aus. Italien angerühmten 
Gebrauch‘; des: Chlorkalks ,(Summar.,, Ba. IV, Nr... 65 u, 276), 
womit in ; der Charite. Versuche gemacht: wurden,‘ nach _ deren 
günstigem Erfolge diesem Mittel in den oben angeführten Bezie- 
hungen .der_ Vorzug. zu ‚geben :ist:‘ Nach grösserer oder geringe- 
rer Empfindlichkeit der Haut. ‚und kürzerer ‘oder längerer Dauer 
des Uebels werden nämlich. 2-—4 Loth Chlorkalk in einem Pfunde 
Brunnenwasser gelöst; ‚Mit dieser beim Gebrauche jedes Mal 
umzuschüttelnden Kalkmilch werden. der Körper und besonders 
die leidenden Stellen, bei Vermeidung jeder starken Reibung,
	        
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