Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

IV. Chirurgie und Ophthalmologie. — 251 
Frau, die sich viel mit Nähen beschäftigt , sonst aber keine Schäd- 
lichkeiten zugelassen hatte, die als Ursache des Leidens hätten 
betrachtet werden können. Entzündung des Auges hatte die Lei- 
dende nicht gehabt, auch war sie übrigens gesund. Das rechte 
Auge war von völlig gesundem Ansehen und nicht kurzsichtig. 
MinoLeEnORE bemerkt, er habe in einem Falle das von GUuTHRIE 
empfohlene Heilverfahren, nämlich die Anwendung von Brech- 
und Abführmitteln versucht, aber erfolglos. Er bezweifelt übri- 
gens die Zweckmässigkeit von Brechmitteln in einem vorgerück- 
teren Zeitraume der Kranklıeit, wo die Hornhaut der Zerreis- 
8ung nahe zu seyn scheint. In einigen Fällen fand er, dass ein 
Haarseil an. den Schläfen die Krankheit aufzuhalten im Stande 
war. [Report on the Birmingh, Eye-Infirmery , 1832.) (Rde.) 
180. Gegen Augenwassersucht empfiehlt MınoLE+ 
MORE das Ausschneiden eines ovalen linsengrossen Stückes aus 
der Hornhaut und Vereinigung der Wundränder durch eine Naht: 
Nach 4 'bis 5 Tagen ist die Verwachsung erfolgt und der Faden 
Wird ausgezogen. Dieses Verfahren rathet er auch nach Opera- 
tion grosser Staphylome. Es versteht sich aber, dass man diese 
Operation nicht in Anwendung bringen wird, bevor man Para- 
tentese des Auges, Blutentleerungen und andere Mittel gebraucht 
hat. | Kbendaselbst.) - (Rads.) ; 
„181. Ueber Wiederherstellung.des Gesichts in 
Fällen von Staphyloma und unheilbarer Trübheitder 
Hornhaut; von Nraxo. Die Absicht N’s ist, die Mittel darzu- 
stellen, deren sich deutsche Wundärzte zur Erreichung des an- 
gegebenen Zweckes bedienten. Zuerst erwähnt er von AmMoN’s 
Anrathen beim Staphylome einen Theil der an die Hornhaut an- 
hängenden Iris zu entfernen. Ein Fall, in dem v. Ammon die- 
ses Verfahren anwendete, misslang. N. verrichtete die Opera- 
tion in einem ähnlichen auch erfolglos. Eben so erfolglos waren 
die Versuche Mehrerer, eine Pupille durch die Sclerotica zu bil- 
den; die von REısıncErR vorgeschlagene und von DIEFFENBÄCH 
modificirte Art der Transplantation der Hornhaut erhält ein sehr 
hartes Urtheil. [Aus Glasgow med. Journal in Johnson medie, 
chir, Review. Juli 1833.) (Rds.) | 
„182. Behandlung der Amaurose nach LIisFRANC. Bei 
Inflammatorischer Vollheit und Thätigkeit im Auge oder Kopfe 
Entleerung; bei Schwäche, Reizung der Frontal - und ‚anderer 
Zweige des fünften Hirnnervenpaares durch wiederholte Blasen- 
Pflaster über. die Augenbraunen und an die Schläfe, Misslingt 
dies, Künstliche Geschwüre auf dem untern Segment der Horn- 
haut mittelst Betupfen mit Höllenstein, wodurch“ ein unmittelba* 
rer Reiz auf die Ciliarnerven ausgeübt wird. [Aus Journ. compl. 
In Johnson Review. Jul.) (Rds.)
	        
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