Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

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V.. Gynäkologie und Pädiatrik. ; 
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Bein aufzusetzen vermochte, sondern getragen werden musste, 
Indess auch diese. rückständige Schwäche, sowie noch unterlau- 
fende Schmerzen: nahmen unter Fortgebrauch passender Mittel 
immer mehr und mehr ab, und im März war die Reconvales- 
Ccenz völlig beseitigt. . Der Verf, sah die Frau das letzte Mal im 
Jahre 1828, Sie war während der ganzen Zeit völlig gesund 
gewesen, noch 8 Mal Mutter geworden und hatte ein‘ wohlge- 
Nährtes, gesundes und blühendes Aussehen, [Heidelberger “kl. 
Annalen, Bd. 8, Hft. 4. (Ar) 
98. Ueber Blutungen bei dem Nachgeburtsge- 
schäft; zu Würdigung ausländischer und inländi- 
Scher Cultur der Geburtshülfe etc.;z von G. W. Stem, 
Der Engländer Goocm erwähnt einer besondern Form von 
Blutung aus der Gebärmutter, wobei er letztere über den 
Schoossbeinen klein und zusammengezogen fühlte, ganz im Wi- 
derspruche mit der allgemeinen Lehre, welche für jeden Blut- 
fluss Ausdehnung des Üterus als ‚Bedingung annimmt;. er erklärt 
Sich dies aus einer besonders. incitirten Circulation, wofür ihm 
die unter der Geburt beobachteten Symptome: Röthe des Ge- 
Sichts, starker Puls u. s, w. zu sprechen schienen; er beobach- 
tete diesen Blutfluss, ungeachtet er eine Diät angeordnet hatte, 
die die Vollblütigkeit hätte mindern und so dem Blutflusse vor- 
beugen. sollen, einige Male hintereinander bei derselben Frau; 
er bediente sich dagegen mit Erfolg kalter Aufschläge auf den 
Leib, und der Compression mittelst der eingebrachten Hand und 
des Tampons. Stein behauptet, dass das Wahre an dieser Sa- 
che keineswegs neu, und das Neue davon nicht wahr sey; denn 
er habe dieser Art von Blutfluss schon: vor- 15- Jahren. gedacht, 
und mit dem verstorbenen Jos. Schmitt in Wien, der denselben 
ebenfalls öfters, nicht; wie GoocH, bloss bei einer Person, beob- 
achtet hatte, und sich dagegen derselben Mittel, die jetzt Goocır 
empfiehlt, bediente, vielfach darüber verhandelt. ScHwirr glaubte 
durch. sein Verfahren Contraction: des Uterus zu bewirken, aber 
die bereits vorhandene und erkannte Zusammenziebung: des Ute- 
rus war eben 8o.wenig eines‘ Zusatzes fähig, als. Mangel. dersels 
ben die Ursache des Blutflusses war oder seyn konnte. Gooci's 
Ansicht aber widerlegt sich selbst, denn bei Blutfluss in Folge 
unmässiger Incitation. der ‚Cireulation. würde‘ derselbe - als. ein 
Hülfsmittel der Natur angesehen. werden müssen: und‘ nicht so‘ 
nachdrücklich ‘bekämpft werden dürfenzs. und wenn dabei‘ bald: 
Schwäche eintrat, so. kann Vollblütigkeit nicht: als veranlassende: 
Ursache: des Blutflusses angenommen: werden. Es: war- aber‘ in 
den'von Goock;; [so: wie in. den von dem: Verf, selbst und: vom 
Jos, Semurt beobachteten: Fällen. wirklich Ausdehnung des: Dies: 
FTüs‘ Vörhanden, GoocH hat: sie sogar’ gefühlt und doch‘ überses 
sehen, denn. er -stillte den Blatfluss durch das. Einbringen der 
Hand in den Uterus; desselben Mittels. aber bediente: sich: auch 
Stein, der den Uterus ebenfalls. über den Schoossbeinen: klein
	        
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