Full text: (6. Band = 1833, No 17-No 24)

IV. Chirurgie und Ophthalmologie.. ' CoD 
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lauem Wasser befördert. Nach 5 bie 6 Tagen hörte er auf, und 
der Kranke wur von seiner Hydrocele befreit, Er blieb jedoch 
noch einen Monat im Hospital, um die Geschwulst .des Hoden 
beseitigen zu lassen, welche in dieser Zeit auch fast ganz geho- 
ben wurde. —. 2) Ein 68jähriger, ziemlich kräftiger Greis hatte 
seit 10 Jahren eine der grössten Hydroceien, als sich ein Ery- 
sipelas scroti dazu gesellte. R. beseitigte letzteres durch Blut- 
egel und erweichende Umschläge und operirte jenes. So deut- 
lich die Geschwulst fluctuirte, so war sie doch nicht durchsich- 
tig, und nach der Punction floss anfangs keine Flüssigkeit aus. 
Als man indessen die Canule in der Scheidenhauthöhle herum- 
führte, kam etwas röthliches Serum, fast tropfenweise, zum 
Vorscheine, so dass man genöthigt‘ war, um die Geschwulst zu 
entleeren, mehrmals ein Stilett in die Canule einzuführen, und 
jene mit beiden: Händen anhaltend zusammenzudrücken. - Die 
Operation dauerte länger als drei Viertelstunden.. Die Einspri- 
tzungen mit Wein wurden wie gewöhnlich gemacht, worauf man 
durch die Canule mittelst des Stiletta ein Stückchen Hanf bl in 
die Scheidenhauthöhle einbrachte, das man in der Wunde liess, 
indem’ man erst die Canule, dann das Stilett zurückzog. Um 
den Hodensack wurden Compressen mit aromatischem Weine an- 
gefeuchtet gelegt. Drei Tage lang floss eine beträchtliche Menge 
Serum aus, der Docht fiel dann heraus; man. brachte an der 
Spitze eines Stiletts einen andern ein; nach 24 Stunden fiel auch 
dieser wieder heraus, und man legte keinen neuen ein, da die 
Wunde so lange, als nöthig war, offen blieb. Anderthalb Tage 
lang war das Serum durchsichtig und geruchlos; dann wurde es 
stinkend, janchig, mit Luftblasen gemischt; allein seine Menge 
nahın in dem Verhältniss ab, als sich Verwachsungen bildeten; 
vom 8, bis 10. Tage flossen bloss einige Tropfen aus, und am 
12. Tage war die Heilung vollständig, bis auf die Geschwulst 
der Hoden, welche noch einige Zeit zu ihrer Zertheilung erfor- 
derte. [Transactions medicales, Avril 1833.] (Fr.) 
86. Hydrocele tunicae vaginalis communis; In- 
filtration der Einspritzungsfeuchtigkeit im Umfange 
der Canule, Brand eines Stückes vom Hod ensacke und 
Heilung; von BERARD jun. Am 23. Jan. ward ein Steinmetz von 48 
Jahren und. vortrefflicher Constitution ins Hospital aufgenommen, 
welcher am Hodensacke eine 2 Fäuste starke Geschwulst hatte, die 
schwer, elastisch, glatt, länglich, unten stärker als oben, am 
Leistenringe endigend und vor dem Lichte durchscheinend war. 
Nahm man zu diesen Zeichen die allmähliche Entwickelung, so 
konnte es keinem Zweifel unterliegen, dass man es: mit einer 
Hydrocele vaginalis zu thun hatte. Man liess den Kranken ei- 
Wege Tage ruhen und machte dann die Operation mit Einspri- 
Hung am 29, Jan. Man hielt die Geschwulst mit der Hnyen 
Hand, spannte sie durch Druck an und stach nach vorn und 
“nten zu einen  mittelstarken Troicar ein, weil der Hode, am 
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