Full text: (5. Band = 1833, No 9-No 16)

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VI... Staatsarzneikunde. ; 
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chert. Gleich unverkennbar ist eine epidemische Einwirkung auf 
das fragliche Uebel. Oft kommt in vielen Monaten kein hier- 
her gehöriger Fall vor, während sich in wenigen‘ Wochen wie- 
der viele häufen, ohne dass bei ihnen ein Uebertragen durch 
Ansteckung angenommen werden kann. [v. Gräfe’s u. v. Wal- 
ther’s Journ, f. Chir. u. Augenheilk., Bd, 18, Hft. 4.] (K—e.) 
VI. STAATSARZNEIKUNDE. 
20. Beiträge zur gerichtlichen Mediein;z vom 
Medieinalrathe Dr. ScHneier in Fulda. I. Befund und Ob- 
duction über den am 29 April 1826 des Nachmit- 
tags gegen 2 Uhr verwundeten und am Morgen des 
30. um 5 Uhr verstorbenen J. S. von F. — J. S., an- 
geblich 35 Jahre alt, war bei einem Streite zwischen Geschwi- 
stern, gemeinschaftlich und mit Theilnahme der Dienstboten, über 
Mistvertheilung von einer auf einer Mauer über der Mistgrube 
stehenden schwangeren Dienstmagd mit der schweren Mistgabel 
so unbarmherzig auf den Kopf geschlagen worden, dass er nie- 
dersank und (obgleich er nachher noch einen Wagen voll Mist 
aufladen, selbigen auf dem nahe beim Dorfe liegenden Acker 
noch abladen half, sodann, weil es ihm schwindlig und schwarz 
vor den Augen wurde, sogar noch zu dem eine Viertelstunde 
von dem Acker entfernten Schultheissen sich begab, dort aber 
zusammenbrach und‘ auf einem stossenden Schiebkarren nach 
Hause gebracht wurde) an der Folge der Verletzung starb. Bei 
der äusseren Besichtigung fand man den Körper 6 Fuss 
3 Zoll Casseler Maass gross, aus Mund und Nase floss schau- 
miger Schleim und beim Aufheben des Kopfes und der Brust 
aus dem Munde etwas Blut. An den Seiten des Unterkiefers 
und des Halses wurden einige unbedeutende Jlantwunden, wie 
von Nägeln verursacht, gefunden. Der ganze Körper war mit 
Todtenflecken besetzt. An der höchsten Wölbung des Schädels 
linker Seite ward eine Contusion und Vertiefung in den allge- 
meinen Bedeckungen des Kopfes entdeckt, welche schwarzblau 
aussah. Auf und unter dem Fericranium fand sich ein starkes 
Extravasat, welches sich von der Pfeilnaht bis über den Schläfe- 
muskel erstreckte. Nach hinweggenommener Beinhaut zeigte 
sich ein sieben Zoll langer Knochenriss. Bei der inneren Un- 
tersuchung fand man unter der für diesen grossen Mann 
nicht sonderlich dicken Calotte zwischen dem inneren Knochen 
und auf der noch ganz unversehrten harten Hirnhaut ein Extra- 
vasat von der Dicke eines Gänseeies, welches aus dickem , schwar- 
zem, geronnenem Blute bestand, von 6 Loth 3 Quentchen Ge- 
wicht. Durch diesen Blutklumpen war die Gehirnmasse mit der 
harten Hirnhaut einwärts gedrückt. Uebrigens war das grosse 
Summarium d. Medicin. 1822 vv
	        
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