Full text: (5. Band = 1833, No 9-No 16)

Il. Chirurgie und Ophthalmologie, 431 
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‚ammenbindet. Hierauf bewirkt man die Ausdehnung und Ge- 
genausdehnung auf die gewöhnliche Weise; der Chirurg fasst 
den Schenkel und richtet die Knochenenden ein, Sobald dies 
geschehen, wird die äussere Schiene von einem Gehülfen aufge- 
blasen, der dann die Enden des untern Bandes fest anzieht und 
zusammenbindet,: wodurch der Unterschenkel niedergezogen und 
die Ausdehnung bewirkt, während zugleich die Schiene ‚nach 
oben getrieben, und die Gegenausdehnung ‚durch das Band an 
der Leiste hervorgebracht wird. Alsdann kreuzt man die Enden 
der 18köpfigen Binde von der Kniescheibe bis zur Leiste auf 
dem vordern Theile des Schenkels, bringt die innere Schiene 
an Ort und Stelle und bindet die vordern Bänder zusammen, 
Diese Schiene wird dann aufgeblasen, so dass die sämmilichen 
Lücken an der äussern und innern Seite des Schenkels und Un- 
terschenkels vollständig ausgefüllt werden, und die Hervorragun- 
gen, z. B. die Knöchel, die Kniegelenke und der grosse Tro- 
chanter, auf einer elastischen Flüssigkeit ruhen, die sich: den 
Formen jener Theile genau anpasst und die Schienen verhin- 
dert, sie auf irgend eine Weise durch Druck zu reizen. Auf 
diese Weise wird ein solcher Grad von Ausdehnung und Gegen- 
ausdehnung unterhalten, dass die Neigung der Muskeln, sich zu- 
sammenzuziehen, bald schwächer wird, und der Ober - und Un- 
terschenkel zugleich so fest gestützt, dass man. den Patienten 
wohl, ohne eine Verschiebung der Knochenenden irgend befürch- 
ten zu müssen, von einer Stelle zur andern bewegen kann. Die 
1Sköpfige Binde kann, so oft als nöthig, abgenommen und wie- 
der angelegt werden, ohne das Bein in seiner Lage zu stören, 
was ein grosser Vortheil ist: die Bruchstelle erleidet nie den 
geringsten schädlichen Druck; die Circulation hat in dem Beine 
ungestört ihren Fortgang, und wenn ja Geschwulst eintreten und 
der Apparat dadurch zu fest werden sollte, so braucht man bloss 
den Schraubenhahn einer der Schienen aufzudrehen, 80 dass et- 
was Luft entweicht, und wenn die Geschwulst sich gesetzt hat, 
die Federharzröhre wieder stärker aufzublasen. Kurz die Vor- 
theile dieses Apparats scheinen dem Verf. so gross, dass der 
übrigens bei schrägen Schenkelbeinbrüchen so treffliche Dienste 
leistende DresauLt’sche Apparat dadurch wesentlich verbessert 
werden dürfte. Wenn man den von Chart. BELL empfohlenen 
schrägen Ebenen, oder dem Knochenbrustkasten den Vorzug ge- 
ben sollte, so werden dergleichen Schienen, denen man die ge- 
hörige Länge zu geben hat, ebenfalls mit Vortheil angewendet 
werden können. — Die Federharzschienen, welche der Verf. 
bei Brüchen des Unterschenkels anwendet, und deren zwei sind, 
erstrecken sich vom Kniegelenke bis etwas unter den Knöchel. 
Das Federharz ist an der innern Fläche angebracht, und sie wer- 
den auf die gewöhnliche Weise an die äussere und innere Seite 
des Unterschenkels angelegt. Nach gehöriger Zusammenpassung 
der Knochenenden bläst man die Schienen auf, wodurch auf das
	        
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