Full text: (5. Band = 1833, No 9-No 16)

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Il. Materia medica: und Toxikologie. 
phieen oder Hydrocephalus acutus der Kinder eine antagonisti- 
sche Reizung erregen will. Verf. versichert auf's Neue, wie- 
derum durch 10 Fälle davon überzeugt worden zu seyn. — 
3) Das Oleum crotonis bewies sich in zwei Fällen von Wasser- 
sucht, die allen bekannten Mitteln Trotz geboten, sehr heilsam. 
Beide Kranke konnten das Bett nicht mehr verlassen. Bei einer 
waren die Schenkel und die benachbarten Theile dermaassen an- 
geschwollen, dass beide Füsse 1} Fuss von einander standen. 
Dem andern Kranken waren in 2 Punctionen schon 40 Maass 
Wasser abgezapft worden. Beide Patienten genasen vollkommen. 
(Etwas Näheres über die Anwendung dieses Mittels ist nicht ge- 
sagt.) [Horr’s Archiv, 1833, März, April.) (V—-t.) 
223. Ueber die Wirkung des Aderlasses im kal- 
ten Zeitraume der Wechselfieber; von W.'Twıryne, Esq. 
Die guten Wirkungen des Aderlasses im. kalten Zeitraume der 
Wechselfieber, um diese dadurch abzukürzen, wurden bereits von 
MacxKınrosa zu Edinburgh angedeutet. In Ostindien scheint man 
dasselbe Verfahren mit gleichem Glücke in Anwendung gebracht 
zu haben. Twivyıne berichtet zahlreiche Fälle, in denen er sich 
nützlich erwies; 2 derselben sind folgende: 1) J. Hunter, 25 
Jahre alt, von mittler Statur, blondem Ansehen, musenlös, wurde 
am 5. Dec. 1828 von dreitägigem Wechselfieber befallen. Er 
wurde reichlich abgeführt und nahm täglich bis zum 10. 2 Quent- 
chen Chinarindenpulver und 10 Gran Rhabarber, ohne Erfolg. 
Im kalten Zeitraume des vierten Paroxysmus am 11. Dec. wur- 
den an 14 Unzen Biut ans der Ader gelassen, und zwar zur 
Zeit, als er heftig vom Froste zitterte, die Nägel blau, hefti- 
ger Schmerz in den Lenden und sehr schneller Puls vorhanden 
waren. Der Schüttelfrost liess bald nach, und es folgte schwa- 
che Hitze von ungefähr halbstündiger Dauer. Die Krankheit 
kehrte nicht wieder. — 2) Bennet, ein kräftig gebauter Mann 
von 47 Jahren, dunkler Hautfärbung, der 18 Jahre in Ostindien 
gelebt hatte, bekam am 16., 18., 20. und 22. Nov. 1829 Wech- 
zelfieberanfälle. Kurz vor dem sehr heftigen Anfalle am 22. 
stellte er sich im Hospitale.. Er wurde reichlich abgeführt und 
als der Frost am 24. wiederkehrte, ein Pfund Blut aus der Ader 
gelassen. Der Schüttelfrost war stark und völlig ausgebildet, 
der Puls schnell und schwach. Der Frost wurde in wenigen 
Minuten gehoben, und der Kranke hatte sehr wenig Fieber oder 
Schweiss darauf; weder Wechsel- noch anderes Fieber folgte 
späterhin. — Twinmxe erzählt 50 ähnliche, sämmtlich von gün- 
stigem Erfolge begleitete Fälle. Trotz der günstigen Wirkung 
des Aderlasses dürfen Abführungen oder andere angezeigte Mit- 
tel nicht verabsäumt werden. Vorzüglich wichtig soll es seyn, 
gleich beim Eintritte des Schüttelfrostes Blut zu entziehen. Dr. 
MacKenzir und die Herren Drmpster und Garfrıtas bestätigen 
im daranf folgenden Abhandlungen den Nutzen des Aderlaszes im 
kalten Zeitraume des Wechselfiebers bei den Eingeborenen Ostin-
	        
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