Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

Il. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 91 
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Gesichtsmuskeln, die von sympathischer oder deuteropathischer 
Affectian des Nerv. facialis durch auf denselben inner- oder 
ausserhalb des Schädels drückende Geschwülste,. Entzündung 
und Kiterung naher "Theile, die sich auf denselben fortpflanzen, 
oder dergleichen abhinge, wie SHaw, Dzscor, BeLL und Lar- 
LEMAND ähnliche Fälle mitgetheilt haben. Verlauf des Uebels, 
begleitende Krscheinungen und Örtliche Untersuchung werden 
hier immer Licht geben, und noch mehr wird dies der Fall seyn, 
wo der N. facialis durch traumatische Verletzung leidet. Auch 
soll nach Dzescor eine Lähmung der Gesichtsiınuskeln auf Unter- 
drückung von Hautausschlägen entstehen. — Leitendes Princip 
bei der Diagnose muss übrigens seyn, dass die eigentlichen 
Lähmungserscheinungen, die sich in der Muskelbewegung aus- 
sprechen, auch bei andern Affectionen des Nerv. facialis vor- 
kommen, und dass näheren Aufschluss über die Natur dieses 
Vebels nur die accessorischen Zeichen geben. — Frische Fälle 
lassen bei gehöriger Behandlung binnen einigen Wochen Be- 
seitigung, Veraltete dagegen kaum völlige Heilung erwarten. 
Leidet das Auge bedeutend und anhaltend mit, so steht selbst 
Blindheit zu befürchten. Die Natur hebt höchstens allmählich 
und nur in ganz leichten Fällen das Uebel völlig, doch darf 
nıan sich darauf nicht verlassen. — Neben allgemeiner anti- 
rhoumatischer Behandlung, die jedoch in veralteten Fällen meist 
überflüssig ist, möchte wohl‘ folgende örtliche die heste seyn: 
So lange die rheumatisch- entzündlichen Erscheinungen vorwal- 
ten, sorgt man bloss für Warmhalten und lässt die Haut gelinde 
durch Flanell reizen, später wird in der Gegend des Zitzen- 
fortsatzes ein Vesicatorium unterhalten oder wiederholt erneuert, 
und wenn das Uebel chronisch zu werden droht, lässt man rei- 
zende Flüssigkeiten, z. B. Cantharidentinctur nach FRIEDREICH, 
auf die gelähmten Theile einreiben, wendet die kalte Douche 
auf die Backe, das kalte Tropf- oder Regenbad auf die Augen- 
lider an, oder benutzt die Elektricität. Durch letztere sah 
FRIEDREICH 2 noch ziemlich frische Fälle binnen 3—4 Wochen 
völlig beseitigt, und die kalten Bäder zeigten sich dem Verf. 
noch spät sehr wirksam, besonders hob einmal das Regenbad 
auf die Augenlider das als letztes Symptom noch harinäckig 
fortwährende Thränen. In einem von FrıikorEIcH mitgetheilte| 
Falle, wo das Uebel schon 11 Monate gewährt hatte, schier 
das Kalomel bis zur Salivation sehr vortheilhaft zu wirken, doch 
hatte Cantharidentinctur schon vorher einige Besserung gebracht. 
Dagegen blieben in einem von SnHAaw erwähnten Falle die blauen 
Pillen, bis zum Ausfallen der Zähne fortgebraucht, erfolglos. — 
Ob auch der Geruch in der Nasenhöhle der kranken Seite etwas 
mit leidet, müssen noch fernere Beobachtungen ergeben. [Med, 
Zeitung vom Vereine für Heilkunde in Preussen, Nr.13.] (K—e.) 
. dd. Ueber den falschen Schwindel, nebst einem 
wirksamen Mittel gegen die nervöse Form dieses
	        
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