Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

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IV. Gynäkologie und Pädiatrik, 
bedeckt gewesen. Statt des linken Armes war nur ein Rudi- 
ment von einem Arme, welches in 2 Finger endete, da. Der übrige 
Körper war regelmässig. [Archives gener. de med., Mars, 
1832. ] (H—r.) 
82. Fistula recto-vaginalis; vom Kriegsrath Murt- 
FELDT ig Varde, Vor 2 Jahren wurde M. zu einer 26jährigen 
Frau gerufen, die 8 Tage vorher zum dritten Male von einem 
starken und lebenden Kinde und zwar vor Ankunft der Hebamme 
entbunden worden war. Die Wöchnerin klagie seitdem über 
eine eigene Art von Schmerz in der Mutterscheide, doch konnte 
die Hebamme nichts entdecken. Als aber. 8 Tage nach der Ent- 
bindung zum ersten Male Stuhlgang erfolgte, gingen viele harte 
Exeremente nicht durch den After, sondern durch die Mutter- 
scheide ab. M. fand die Genitalien und das Mittelfleisch unhe- 
schädigt, in der Vagina aber eine Wunde von 1} Zoll Länge, 
durch die man einige Finger leicht in den Mastdarm führen 
konnte. Die Wundlippen waren etwas callös und nach auswärts 
umgestülpt. Mittelst Messers wurden die vorstehenden Ränder 
weggenommen und 2 Hefte angelegt, die, da sie einige Male 
von vordringendem Kothe ausgerissen wurden, von neuem ange- 
legt werden mussten. Nach % Wochen war das Uebel völlig be- 
seitigt. [v. Froriep’s Notizen, Nr. 448, nach Biblioth, for 
Laeger, 1832, Nr. 1.] (K—e.) 
83. Fistula vesico-vaginalis. MurtreLDdTt in Varde 
wurde zu einer 21jährigen Frau gerufen, welche vor 7 Wochen 
sehr schwer von einem todten Knaben entbunden worden war. 
Die Frau hatte seitdem viel gelitten, besonders da sie das Was- 
ser nicht halten konnte, und war sehr entkräftet. Die Genitalien 
und die nahen Theile bedeckte eine übelriechende Wunde, und 
schon hatte sich ein verdächtiges Fieber eingestellt. Die Ureihra 
erschien unverletzt, zwischen Biase und Mutterscheide aber fand 
sich eine transversale Oeffnung, durch die man leicht 2 Finger 
bringen konnte. Die Wundlippen waren callös und ulcerirt. 
M. machte eine frische Wunde und legte einen Heft an, indem 
er die Nadeln von hinten nach vorn an den eingelegten Kathe- 
ter leitete, der’in der Blase blieb. Die Hefte gingen am 6. 
Tage ab, und die Wunde war in der Mitte geheilt, nach den 
Seiten aber noch offen, was auch blieb, bis die Wundlippen 
scarificirt wurden. Nach 3 Monaten, während welcher Lap. infern., 
Salben und Kinspritzungen benutzt worden waren, war die Frau 
bis auf einige Schwäche in der Blase völlig geheilt. [v. Froriep's 
Notizen, Nr. 446, nach Medic. Indberetn. til det kgl. Sund 
hedscoll.} (K — e.) 
34. Hydatiden-Geschwulst des Eierstockes; vol 
Dr. Ros. Frorıke. Als ein nicht unwichtiger Beitrag zur Lehre 
vom Uebergange der einfachen Hydatiden in knorpelige und 
speckige Entartung verdient wohl nachstehender Fall eine Er- 
wähnung: Kine junge, früher gesunde, aber immer hlasse.
	        
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