Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

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IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 
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kehrten sie wieder und verschwanden erst, nachdem eine be- 
deutende, übelriechende Mola abgegangen war. — Nach des 
Verf.’s Erfahrungen verdient die Ziege als Säugamme bei wei- 
tem nicht das.ihr von ZwIiERLEIN geschenkte Lob; ihre Milch 
ist zumal für junge Kinder zu schnell nährend, zu hitzig; sie 
macht sie sehr vollblütig, so dass sie leicht aus Ueberfülle und 
weit mehr, als anders aufgezogene Kinder, erkranken; bisweilen 
erregt sie eine selbst nicht durch Arzneien zu stillende Diarrhöe. 
— Eine Frau gebar, ungeachtet eines vor 6 Wochen erlittenen 
harten Falles in den Keller hinab auf den schwangern Leib, 
glücklich. Die künstlich gelöste Placenta zeigte an der Fötal- 
fläche eine mehrere Linien dicke, tendinöse, zähe Fläche, welche 
die Arterien und Venen sehr drückte. Der Verf. hat mehrere 
Placenten mit flechsenartig gewordenen Kotyledonen gesehen. — 
Eine Frau, die am Ende ihrer 6. Schwangerschaft 6 Tage hin- 
durch periodisch Wehen mit Blutfluss erlitten, wogegen sie Kssig- 
naphtha mit Zimmttinetur bekam, gebar am 7%. Tage mit Hülfe 
wahrer Wehen natürlich ein gesundes Kind. Das vor der Ge- 
burt abgehende Kindeswasser, Nabelstrang und Placenta waren 
ganz dunkelgelb. Der Blutfluse sowie die Geburtsverzögerung 
waren durch die Anheftung der Placenta in der Gegend der 
Symphyse und eine sehr kurze Nabelschnur veranlasst, — Bei 
einer unentbunden Verstorbenen fand der Verf., der so schnell 
als möglich den Kaiserschnitt unternahm, ein schönes, starkes, 
todtes Kind, das den rechten Arm verloren hatte. 2 Hebammen 
hatten, weil das Kind nicht kommen wollte, gemeinschaftlich 
einen Strick angelegt, und Arm, Schulter, Schlüsselbein, einen 
Theil der Brust und Rückenmuskeln abgerissen, worauf die 
Kreisende starb und die beiden Hebammen davonliefen. Dies 
geschah noch im Jahre 1811 von 2 alten Sünderinen, die aber 
diesmal durch den würdigen Verf. der gebührenden Strafe über- 
liefert wurden. [Gemeins. deutsche Zeitschrift, Bd. VII s 
Hft. 3.] (L—t.) 
81. Eventratio bei einem Fötus. MontauLt trug 
in der königl. Akademie der Wissenschaften folgenden Fall vor: 
Eine 37jährige Schwangere, Mutter von 3 Kindern, wurde in 
dem Hötel- Dieu aufgenommen. Nachdem die Blase gesprungen, 
bemerkte man, dass Eingeweide und der rechte Arm vorlagen, 
Man machte, nicht ohne Schwierigkeit, die Wendung, zog ein 
todtes Kind und, weil der Nabelstrang sehr kurz war, zugleich 
mit ihm die Placenta heraus. Die Frau war sehr schnell wie- 
der im besten Befinden. Der Fötus zeigte eine Eventration, 
welche sich von dem Nabel bis an das Brustbein erstreckte, von 
welchem nur das oberste Stück vorhanden war. Das Herz sowie 
alle Unterleibseingeweide waren ausgetreten. Das Zwerchfell 
fehlte. Während des Lebens, innerhalb der Gebärmutter, waren 
die ausgetretenen Partieen durch eine Verlängerung der Häute, 
Welche an den Rändern der Eventration angewachsen waren, 
Summarium d. Medicin. 1833. IV. +
	        
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