Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

Il. Materia medica und Toxikologie. 87 
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20. Arzneilicher Gebrauch des Chlorkalks. Dr. 
v. VELsEn in Cleve will den Chlorkalk gegen Mundfäule, Spei- 
ehelfluss, chronischen Eiterfluss aus den Ohren, chronische Blien- 
norrhöe der Harnröhre, chronische Fussgeschwüre und Augen- 
entzündung mit gutem Erfolge gebraucht haben. Dasselbe Mit- 
tel empfahl Wundarzt WıLLmann in Düsseldorf in Auflösung von 
einer halben Unze in 3 Pfund destillirtem Wasser als unfehlba- 
res Mittel gegen Tinea capitis. Nach fast 4jähriger Prüfung im 
Charite -Krankenhause hat sich dies Mittel jedoch bei: keinem 
einzigen Krankheitsfalle bewährt. Die sorgfältigen Versuche von 
Kıver, DıerrensacH und Barez haben ergeben, dass der Chlor- 
kalk nach einer mehr als 6monatlichen Behandlung den Kopf- 
grind nicht zu heilen vermochte, sondern immer nur die Schärfe 
wegnahm und die Entzündung der Haut etwas milderte, die De- 
generation der Haarzwiebeln aber, das eigentlich Ursächliche des 
Uebels, nicht hob. [Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Preussen, 
No. 13.] (K —e.) 
21. Briefliche Notiz über Galeopsis villosa; von 
Prof. Dr. Neuss v. EsensEeck in Bonn. Durch eine Notiz über 
Galeopsis und Sideritis im Repert. £. d. Pharm., Bd. 41 (Summar., 
Bd. 2, Nr. 293) veranlasst, theilt N. v. E. Folgendes mit: Er 
habe vor Kurzem wieder Gelegenheit gehabt, ein Packet LIEBER’- 
sche Kräuter zu untersuchen und dabei gefunden, dass sie aus 
nichts anderem, als aus der zerschnittenen Pflanze von Galeopsis 
villosa mit Blättern, Blüthen und Stengeln beständen, was er 
auch schon früher wahrgenommen. Der sogenannte Blankenhei- 
mer Thee sey ganz dasselbe. Man irre daher, wenn man glaube, 
dass dieser Thee aus Sideritis hirsuta L. bestände. Diese Pflanze 
und die nahe verwandte S. hirta Rorx. und S, hyssopifolia SCHE. 
kämen nur im südlichen Europa, und als Seltenheiten in bota- 
nischen Gärten vor, wären aber wohl nie in unseren Officinen 
gewesen. Die früher offieinelle Herba sideritis sey von Stachys 
recta L. (St. sideritis Dec.) gekommen. Es sey daher unrecht, 
wieder eine andere Pflanze, die Galeopsis heisst, absichtlich un- 
ter einem falschen Namen einzuführen. Schon werde in allen 
Officinen in und um Bonn, wenn der Arzt Herb. sider. ver- 
schreibt, Herb. galeops. vill. gegeben, und auch die Droguisten 
verkaufen diese Pflanze unter jenem Namen, ohne dass man 
eigentlich weiss, wie die arme Galeopsis um ihren ehrlichen 
Namen gekommen ist. — Noch führt N. v. E. an, dass auch 
schon früher die med. Facultät in Prag bei Untersuchung der 
LiEsErR’schen Kräuter nur die Hb. galeops. vill. Sm. gefunden 
hat. [Buchner’s Repert. f. d. Pharm., Bd. 42, Hft.3.] (K—e.) 
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