Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

H. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 4401 
en 
an 
ıd 
m 
I 
18 
HE 
nn 
As 
11 
Sm 
8 
Yo 
5 
76 
ud 
m 
a 
r 
08 
„il 
1 
= 
© 
1e 
Ar 
7e 
"a 
bo 
nn 
1] 
1- 
MN 
8 
CN 
ür 
:h 
‚f- 
4 
ar 
1 
oT 
Il 
1a 
‚Oe 
ir 
im 
is 
weilen auch Schmerz in der rechten Schulter. Während des 
Hustens erfolgt nicht selten Erbrechen. Täglich treten 2—3 
weiche, breiartige, rötblich, braun und gelb gefärbte Stühle ein. 
Kachektisches Ansehen; der Puls schwach, 90 Schläge u. 8. W. 
— Die Diagnose lautete: Tuberkeln‘ beider Lungen und Tu- 
berkelgeschwüre des Dickdarmes. Unter abwechselnder Steige- 
rung jener Symptome starb Patient am 24, Februar. Gleich 
nach dem unter starkem Röcheln erfolgten Tode trat rigor mor- 
zualis. ein. — Section. Der obere linke _Lungenlappen war mit 
\dem Rippenfelle verwachsen: Beim Lostrennen blieb die äussere 
Wand einer Tuberkelhöhle von der ‚Grösse eines Kies an dem 
Rippenfelle hängen. Die Höhle communicirte mit den Bronchien 
und war zum Theil mit einer röthlich weissen, eiterigen Masse 
gefüllt; die Wände mit einer ähnlichen Materie belegt. Ausser- 
dem fanden sich gegen 9—10 kleinere Höhlen daselbst, die nn- 
ter sich und mit den Bronchien in Verbindung standen. Die 
Zwischenräume dieser Höhlen waren mit kleinen, noch rohen 
Tuberkeln besetzt. Auch der obere rechte Lungenlappen war 
mit dem Rippenfelle verwachsen und ganz mit Tuberkelhöhlen und 
kleinen Tuberkeln besetzt. So auch der mittlere Lappen. In 
dem untern fand sich eine haselnussgrosse Höhle. — In dem 
an mehreren Stellen entzündeten Bauchfelle traf man 14 Pfund 
Wasser. Die grossen Venen des Magens waren von Luft auf- 
getrieben; Milz und Leber vergrössert. Das Gekröse war mit 
angeschwollenen Drüsen besetzt. In dem Magen war Luft, ein 
Spulwurm und etwas graue, trübe Flüssigkeit. Die Schleimhant 
des Dickdarms war mit Geschwüren besetzt, welehe unregel- 
mässig, rundlich, nicht eckig oder zackig waren, und erhabene 
und feste. Ränder hatten. Die Schleimhaut war an der Stelle 
des Geschwürs dünner und von ungleicher Dicke. Im Blind- 
darme war fast die ganze Schleimhaut eine Geschwürfläche, so 
dass nur ‚noch einige kleine verdickte Reste derselben vorhan- 
den waren. Die Geschwürfläche erstreckte sich bis über die 
Bauhinische Klappe und in den dünnen Darm.’ Die Schleimhaut 
des wurmförmigen Fortsatzes war ebenfalls über die Hälfte ge- 
schwürig. Im aufsteigenden Grimmdarme fanden sich grössere 
Stellen unzerstörter Schleimhaut; zwei Zoll über dem After aber 
noch solche zerstörte Flächen. Geschwüre des Dünn- und 
Dickdarmes. Einem 37jährigen Römer war die über seinen 
ganzen Körper verbreitete Krätze durch das Einreiben einer 
grauen Salbe vertrieben worden, worauf sich an dem Oberarme 
eine Flechte: bildete. Auch diese wich den angewandten Heil- 
mitteln, aber die Gesundheit kehrte nicht zurück. Patient be- 
kam Durchfall mit Tenesmus, abwechselnd mit Verstopfung, wo- 
zu sich noch eine Gonorrhöe gesellte, die habituell wurde. Er 
klagte über die. heftigsten Schmerzen in der Nabelgegend, die 
sich besonders vor den Stuhlausleerungen steigerten. Die häu- 
figen Ausleerungen sahen gelblich, waren flüssig, mitunter mit 
Summarium d. Mediein. 1833. IV. 26
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.