Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

29} 1. Pathologie, Therapie und medichische Kliuik, 
nicht zu übersehen, dass hier die elliptischen Drüsenflächen 
(plaques) ganz mangelten, was sich bloss aus stärkerer Ausbil- 
dung der Knotengeschwüre fast bis zur Perforation erklären und 
auf dem Wesen nach analoge und nur dem Aeusseren nach ver- 
schiedene Beschaffenheit dieser Veränderungen schliessen lässt. — 
3) Ein 21jähriger, kräftiger, gallig-venöser, früher immer ge- 
gunder Tischlergeselle erkrankte am 30. Oct. an einem Fieber 
mit klopfenden Kopfschmerzen und Exacerbation gegen die Nacht 
hin. Der Kopfschmerz gab sich nach einigen Tagen, es ent. 
stand aber Schmerz im Unterleibe von beiden Hypochondrien 
aus nach der Unterbauchgegend. Am 6. Tage kam er ins Spi- 
tal, wo er etwas soporös aussah. Die Wangen waren hochroth, 
die Lippen trocken, die Zunge seit- und hinterwärts mit dün- 
nem, gelbem Schleime bedeckt und halbtrocken, an der Spitze 
rein, sehr roth, der Bauch in der Gegend des Coecum aufge- 
trieben, gespannt, bei stärkerem Drucke schmerzhaft, die Stuhl- 
ausieerungen häufig, wässerig, der:;Athem schwer, hörbar, der 
Puls häufig, schnell, klein, gespannt, die Haut mässig warm, 
trocken, die Exacerbationen in der Nacht nicht ohne Delirien. 
Man wendete Blutegel, Umschläge auf die Füsse und Mandelöl- 
emulsion an. Am 7%. Tage war der Schmerz vermindert, der 
Unterleib gespannt, heiss, die Zunge rein, trockner, es fand 
sich übler Geruch aus dem Munde, mehrere wässerige Stühle 
ohne Tenesmus, tiefe Gesichtsröthe, Blutung aus der rechten 
Nase und mässige Exacerbation ohne Delirien. Von Neuem wur- 
den Blutegel gesetzt und die früheren Mittel beibehalten. Am 
8. Tage war die Zunge halb trocken, zitternd, es zeigte sich et- 
was Appetit, der Durchfall war seltener, der Urin gleichförmig 
trübe, der Puls ruhiger, die Haut mässig warm, trocken, der 
Schlaf unruhig, das Gehör schwer. Am 9. Tage . gegen 
Abend starke Exacerbation mit Delirien, häufigem, schnellem 
Pulse und heisser, trockner Haut. Am Morgen trat Nachlass 
ein. Man legte Senfteige und fuhr mit der Emulsion fort. Am 
10. Tage fand sich Folgendes: Kine feuchte, weniger heisse 
Zunge, bitteres Aufstossen, stärkere Spannung und Auftreibung 
des Unterleibes, Schmerz in der Herzgrube, wässerige, lehm- 
farbige Stühle, Urin wie bei Gelbsucht, häufiger, schneller, 
kleiner ,. weicher Puls, trockne, sehr heisse Haut. Blutegel wur- 
den an die Herzgrube gesetzt und täglich 3 Mal 4 Gr. Kalom, 
gegeben. Am 11. Tage war nach einer unruhigen, doch ohne 
Delirien vollbrachten Nacht die Zunge ziemlich feucht, rein, 
der Unterleib trotz 2 beträchtlicher Stuhlgänge mehr aufgetrie- 
ben, der Schmerz in der Gegend des Coecum vermehrt, der 
Puls sehr häufig, schwach, das Gesicht tiefroth, Haut und Urin 
icterisch. Man setzte 8 Blutegel an die Gegend des Coecum. 
Abends fand sich allgemeiner Schweiss ohne Erleichterung ein. 
Am 12. Tage war nach sehr unruhiger Nacht ohne Delirien die 
Zunge feucht, der Unterleib stark aufgetrieben, der Schmerz 
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