Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

il. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik. 398 
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gangen, weshalb die Wirkung hier im ersten, dort im höchstem 
Grade sich zeigte. Vergleicht man diese Grade unter sich und, 
mit dem vorigen Falle, so kommt man zu der Annahme, dassı 
das Wesen dieses Zustandes aus einer eigenen knoten- oder 
fächenartig verbreiteten, oder als Bläschen gestalteten Abla- 
gerung in der Gefässhaut bestehe, die, nach der Reizung der 
umliegenden "Theile, verschiedene und stufenweise fortschrei- 
tende Veränderungen und Zerstörungen derseiben zur Folge hat. 
Die knotenartige Ablagerung anlangend, lassen sich hier $ Sta- 
dien ihrer Ausbildung zu Geschwüren unterscheiden. Der von 
der Grimmdarmklappe entfernteste Knoten stand im ersten Stadium 
und war aus gelbgrünem, aufgelockertem , faserigem Zeilgewebe 
zusammengesetzt, das sich von aussen durch einen fleischrothen 
Fleck nur wenig bemerklich machte, nach innen aber mehr vor- 
ragte und noch von Schleimhaut überzogen war, die schon gelb- 
grün, aufgelockert und erweicht‘ war, doch keine Entzündung 
zeigte. Der etwas tiefere Knoten war schon mehr ausgebildet, 
die Ablagerung vermehrt, der Knoten beträchtlich grösser, die 
Schleimhaut zerstört, die Ränder der zerstörten Stelle verdickt, 
blauroth, das Zellgewebe der Gefässhaut aber hatte sich wu- 
cherud durch die Oeffnung gedrängt und einen unebenen wei+ 
chen, gelbgrünen, auf der inneren Darmfläche hervorragendem 
Schwamm gebildet. Die beiden äusseren Häute waren noch un 
versehrt, doch hatte sich dazwischen schon eine röthliche, wäs- 
serige Flüssigkeit ergossen. Im 3. Stadium befanden sich meh- 
rere Geschwüre nah um die Grimmdarmklappe, deren Ränder 
schwärzlich, der Grund dunkelgrün ‚war, und bei denen die Mus- 
kelhaut zerstört, die geröse aber so erweicht war, dass sie beim 
gelindesten Zuge zerriss. Diese Geschwüre sahen aus wie 
feuchter Brand, doch konnte eine dieser Zerstörung ent- 
sprechende: Entzündung eben 80 wenig,. als Eiterung wahrge- 
nommen werden. Die jauchige Absonderüng war dagegen sehr 
häufig und stinkend. Ob die hirsenförmigen , kleinern Knötchen 
oder Bläschen neues Erzeugniss der Krankheit selbst, oder nur 
krankhafte Veränderung der Schleimbälge, oder der auf ihrem 
Grunde von LıeuerRKOHN und Ruvosrar beobachteten weissen 
Körperchen sind, muss hier noch unentschieden bleiben. Für 
jede dieser Meinungen Jasten sich Gründe auffinden. = Wahr- 
scheinlich entstanden sie durch krankhafte Ablagerung oder Aus- 
schwitzung auf der der Schleimhaut zugekehrten Fläche der Ge- 
fässhaut. Die Flüssigkeit in ihnen, von der auch die Schleim- 
haut ‚durchzogen schien, war blutig, und der Fleck beim Ver- 
streichen derselben röthlich, petechicnähnlich, beide aber im vo- 
rigen Falle gelbzrün. Dies ist in 80 fern nicht unwichtig, als 
es auf bedeutendere Entmischung des Blutes und Atonie der 
Gefässe im letzteren Falle hindeutet, die sich damit in Bezie- 
hung bringen lässt, dass polypöre Concretionen im Herzen fehl- 
ten.und' der nervöse Zustand sehr ausgebildet war. Noch ist
	        
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