Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

Il. Pathologie; Therapie und medicinische Klinik. 889 
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sussern und einem concaven, inneren Rande. Das Becken be- 
fand sich an der vordern Fläche ungefähr in der Mitte. Die 
Harnleiter kreuzten sich; der rechte verlief normal, der linke 
dagegen lief vor dem rechten und den Wirbelbeinen vorhei zur 
liuken Seite der Blase, in die er sich an der gewöhnlichen 
Stelle eiusenkte. 4 Nierenarterien entspraugen aus der Aorta; 
2 gingen zum obern Hylus, die 3. und grösste zum untern (oder 
linken) Hylus, die 4. zur Substanz der linken Niere ganz unten 
durch einen Einschnitt. Zur Hohlvene begaben sich 2 Nieren- 
venen; die obere war aus 2 Aesten zusammengesetzt, deren obe- 
rer aus dem Becken der rechten, der untere aus dem oberen 
Theile der untern oder linken Niere entsprang. Die zweite un- 
tere Vene hatte ihren Ursprung im untern Nierenbecken. Die 
übrigen Kingeweide gesund. [Casper’s Wochenschrift für die 
gesammte Heilkunde, Nr. & 1888.) (H—1.) 
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II. PATHOLOGIE, THERAPIE und MEDICINISCHE KLINIK, 
292, Die Krankheitsconstitutian in Leipzig im 
Oct. und Nov. 1832; vom Hof- und Med. Bathe Dr. Cia- 
aus. (Beschluss. S. Summar., Bd. IV; Nr. 2%.) 2) Kin 
27jähriger, starker, venös-biliöser Pferdeknecht war bis auf ein 
Wechselfieber im vorigen Jahre immer gesund gewesen, hatte 
aber im Herbste Gefängnissstrafe bekommen, worauf durch hef- 
jigen Verdruss, Erkältung und Mangel an Bewegung der Grund 
zu einem gastrischen Uebel gelegt wurde, dessen Aushruch an- 
strengende Arbeiten befördert hatten. Nachdem er 8 Tage ge- 
fiebert, auch einige Male Erbrechen und Durchfall mit Leib- 
und Kreuzschmerzen gehabt hatte, kam er am 21. Oct, in’s Spi- 
tal. Die Zunge war vorn bläulichroth, in der Mitte trocken, 
hinten weiss, der Leib gespannt, in der Nabelgegend schmerz- 
haft. Am Tage der Aufnahme hatte er zwei Mal gebrochen, 
Stuhl war aber nicht erfolgt. Der Athem war kurz, die Brust 
beklommen, und Pat. husfete oft zähen Schleim aus. Das Gesicht 
war hochroth, die Haut heiss, trocken, der Puls häufig, gross, 
stark, nicht schnell, der Kopf etwas benommen, die Sinne nicht 
merklich gestört, der Geist aber mürrisch und: verdrossen. Nachts 
hatte er sehr heftig delirirt. Man stellte die Diagnose auf 
gastrisches Fieher mit entzündlicher Reizung der Darmschleim- 
haut und Anlage zum nervösen Zustande, bestimmte die Pro- 
gnose als sehr ungünstig und wendete Oelemulsion, Klystiere 
und Blutegel an den Unterleib an, Abends aber, da der Unter- 
leib so schmerzeud wurde, dass er keine Berührung vertrug, 
liess man 8 Unzen Blut weg. Am nächsten Tage ging es etwas 
besser, und dies blieb bis zum 11. Tage, wo der Schmerz wie- 
der stärker wurde, weshalb man von Neuem Blutegel setzte und
	        
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