Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

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I... Anatomie und Physiologie. 887 
ihrer rothen, feuchten Oberfläche in eine Vertiefung zwischen 
beiden Hodensäcken und dem Penis hinein. Zieht man die Ho- 
jensäcke auseinander, um die Harnröhre in die Tiefe zu verfol- 
zen, so entdeckt. man eine Oeffnung, in die der Zeigefinger be- 
quem eindringen kann, und an welcher die äussere Haut des 
Hodensackes unmittelbar in eine‘ lebhaft rothe, feuchte, einer 
Schleimhaut ähnliche Haut übergeht. An der obern Scite‘ die- 
ser Oeffnung geht die gespaltene Harnröhre unmittelbar in die 
rothe Schleimhaut des weiteren, nach unten geschlossenen Kanales 
über, ohne dass sich ein Gränzpunkt zwischen beiden bezeich- 
nen liesse. Die genannte Oeffnung führt in einen häutigen, 
mit schleimiger Oberfläche versehenen Blindsack von 2; Zoll 
Tiefe. Dieser Sack, hat nun allerdings mit einer Scheide Aehn- 
lichkeit, die noch dadurch vermehrt wird, dass die Falten der 
die Eichel umgebenden Vorhaut nach unten von beiden Seiten 
nicht vereinigt sind, sondern sich zu beiden‘ Seiten jener wei- 
teren Oeffnung heraberstrecken und in die Haut des Scrotums 
allmählich verlieren, so dass sie, besonders bei verschiedenem 
Anspannen der "Theile, den Nymphen einigermaassen gleichen. 
Mehrere Umstände sprechen gegen die Annahme, dass jene Oeffnung 
die einer Scheide sey, nämlich 1) die unmittelbare Fortsetzung 
der gespaltenen Harnröhre in die obere Wand jenes Kanales; 
2) der Umstand, dass die von der Vorhaut herabgehenden Fal- 
ten leicht ganz glatt gezogen werden können, wobei man ent- 
deckt, dass ihnen die Structur der Nymphen mangelt; 3) jede 
Spur eines Hymens oder von Carunkeln fehlt; 4) die Oberfläche 
des sich blind endigenden Kanales hat weder Schleimbeutel, noch 
Falten, sondern ist glatt. An der obern Wand dieses Kanales 
fühlt man als besonders glatten Streifen die von aussen sich in die 
Tiefe erstreckende gespaltene Harnröhre, welche.sich nach oben 
in der Tiefe von 2 Zollen in eine runde, von einem knorpel- 
artigen Ringe umgebene Oeffnung, dem Anfange der vollkom- 
men gebildeten, d. h. nicht gespaltenen Harnröhre, endigt. Der 
scheidenartige Kanal gelıt von dieser Stelle aus noch + Zoll wei- 
ter in die Tiefe. Neben der äussern Oeffnung desselben hän- 
gen auf beiden Seiten die Hodensäcke herab. Jeder ist von norma- 
ler Grösse und enthält einen normal gebildete Hoden, dessen Sa- 
menstrang bis zum Banchringe deutlich zu fühlen ist. Am obern 
Theile des rechten Hodensackes dringt ein Inguinalbruch her- 
vor, wenn man das Bruchband abnimmt, und man sicht die Haut- 
narbe des früher gemachten Bruchschnittes, Auf der Mitte der 
vorderen Seite des linken Hodensackes zeigt sich eine ähnliche 
Narbe von der Operation der Hydrocele. Die Raphe erstreckt 
sich von dem hinteren Grunde beider Hodensäcke bis zum After 
und hat eine beträchtliche Länge, wie bei Männern. Bei der 
exploratio per annum fühlt man durchaus keine Abweichung 
vom männlichen Baue, namentlich entdeckt man die untere Fläche 
der Prostata von normaler Consistenz und Grösse, Zwischen der 
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