Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

560 1. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
gehabt, [v, Froriep’s Notizen, Nr. 445 ‚ nach‘ Bibl. for Laeger, 
1851, Nr. 4.] (K—e,) 
263. Von dem Auswaschen des Magens und der 
inneren Anwendung von Dämpfen in einigen Fäl- 
len von acuter Magenentzündung.“ Henaı BLATIN geht 
sämmtliche Mittel, welche ınan heftigen Magenentzündungen ent- 
gegensetzt, durch und erweist, dass sie mitunter nicht ausrei- 
chend, bisweilen anch nicht anwendbar sind. So wird 1) die 
Diät, da man weiss, dass eine lange Enthaltung von Nahrungs- 
mitteln eine Entzündung der Schleimhaut des Magens zu veran- 
lassen vermag, sobald sie sehr streng und lange Zeit beobachtet 
wird, nothwendig ebenfalls gefahrvoll. 2) Der Aderlass wird in 
vielen Fällen, besonders wenn schon auf diese oder jene Art ein 
bedeutender Schwächegrad vorherrschend ist, völlig contraindi- 
cirt. 3) Die geeigneten Getränke sind häufig, wie z. B. beim 
anhaltenden Würgen, krampfhafter Zuschnürung des Schlundes, 
dem Kinnladenkrampfe, unbedingt unmöglich einzuführen. 4) Den 
Gebrauch von Bädern verbieten die Schwierigkeit, den Kranken 
aus seiner Lage zu bringen, sein Widersteben dagegen, die strenge 
Jahreszeit, Ausschläge u. 8. w. 5) Oertliche erweichende Mit- 
tel werden oft eben so wenig ertragen, da dass Gespanntseyn und 
der Schmerz des Unterleibes bisweilen so heftig sind, dass selbst 
die leichteste Bedeckung diese Leiden verschlimmert. 6) Die re- 
vulsivischen und ableitenden Mittel sind endlich gleichfalls nicht 
stets anwendbar und ausreichend. — Haben wir es nun mit sol- 
chen Hindernissen zu thun, und gewinnt die Krankheit täglich 
einen höhern Grad, hat der Auswurf einen sauern, scharfen Ge- 
schmack, ist er mit Eiter und Blut vermischt, oder sind Würmer 
vorhanden, welche sämmtlich auszuwerfen es an Kraft fehlt, öder 
stagniren die ingerirten Getränke, weil die Entzündung des Pylo- 
rus ihren Durchgang verhindert , oder schrumpft der Magen, wie 
dies allerdings häufiger erfolgt, wenn die Krankheit chronisch ge- 
worden ist, bis zu dem Umfange eines keinen Darınes ein u. 8. w.: 
80 kann das Auswaschen des entzündeten Eingeweides oder selbst 
die Einführung von einfachen oder arzneilichen Dämpfen von 
grossem Nutzen werden. Man kann, wie es DuruyTRen bei 
Vergiftungen thut, eine grössere Sonde einführen, an deren ei- 
nem Ende eine Saugpumpe angepasst wird, um die durch die 
Sonde eingebrachte Flüssigkeit wieder herauszufördern. Durch 
sie würden Ptisanen ersetzt werden. Die Temperatur hätte man, 
so wie die Quantität, ganz in seiner Gewalt, auch könnte man 
Dämpfe einführen, wozu der einfachste Apparat als der zweck- 
mässigste anzuempfehlen ist, und durch sie vielfältigen Nutzen 
stiften. [Revue medicale, Mars, 1852.] (H—r.) 
264. Pityriasis versicolor Batem. durch erb- 
liche Anlage, Rı[on.} F.[rRo<ıEP ?] wurde von einem sonst ge- 
sunden Manne wegen eines Kleienausschlages befragt, der Brust, 
Rücken, Arme und Beine bedeckte, und erfuhr dabei, dass der 
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