Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

1. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik. 359 
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Den 8. früh ging bei einem wässerigen Stuhle ein, circa 4 El- 
Jen langer, lebender Wurm ab. Von 8 zu 8 Tagen wurden noch, 
einige Wochen hindurch, mehrere Portionen Pillen gegeben, es 
erfolgte aber kein weiterer Wurmabgang, und das Mädchen ist 
völlig gesund. ‘ [Rust’s Magazin, Bd. 38, Hft. 2.] (H—r.) 
262. Merkwürdige Zufälle nach einem Bisse in 
die Finger; von Israp». Ein 40jähriger, ‚früher gesunder Mann 
wurde bei einem Streite und im Ransche und Zorne von einem 
Andern zwischen Nagel und drittes Gelenk am rechten Zeigefin- 
ger so gebissen, dass an der untersten Fläche des Fingers zwei 
kleine, nicht zu tiefe. Wunden und auf der obern Seite eine 
ähnliche sichtbar waren. Nach fünf Tagen, während welcher 
Zeit der Gebissene ein sehr unordentliches Leben führte, ent- 
stand im Finger und der Hand gleich über‘ dem diese mit je- 
nem verbindenden Gelenke heftiger Schmerz und Geschwulst, 
die so zunahm, dass nach 14 Tagen I. befragt wurde. Finger 
und Hand waren sehr geschwollen, in der flachen Hand fanden 
sich heftige, brennende Schmerzen, und das Gelenk zwischen 
der zweiten und dritten Phalanx war so zerstört, dass man die 
Fingerspitze gegen die untere oder obere Fläche, oder auf die 
Seite biegen konnte. Die jetzt noch allein zu bemerkende Wunde 
an der untersten Fläche der Fingerspitze hatte die Grösse ei- 
nes starken Federkieles und ergoss viel jauchige, blutige, auf- 
fallend übelriechende Materie. Mittelst einer in die Wurde ein- 
geführten Sonde konnte man ganz- ungehindert den Knochen bis 
zum obersten Theile der Handfläche verfolgen. Da der Kno- 
chen offenbar litt, wurde der Finger abgenommen. Schmerzen 
und Geschwulst liessen-nicht nach; auch blieb, wenngleich Chlor- 
auflösung angewendet wurde, der Kiterausfluss bedeutend. Nach 
einigen "Tagen ging ein zwei Zoll langes Stück Sehne aus der 
Wunde ab und nach einigen Tagen noch ein kleineres Stück. Die 
Wunde wurde erweitert, und man wendete Bühungen an, doch 
blieb alles beim: Alten. Ausserdem fing der Kranke über Schmerz 
im Munde zu klagen an, warf, olıne Quecksilber erhalten zu ha- 
ben, täglich ungefähr 2 "Töpfe Speichel aus und bot mehrere 
Symptome des Morb. maculoso+haemorrhagicus dar. Nach lange 
fortgesetztem Gebrauche eines Der. chin, und der Mirt. acid., 
so wie eines /xf. salv. mit Borax und Chlor für den Mund, nahm 
endlich die Wımde an der Hand ein besseres Ansehen an, die 
Absonderung verlor den specifischen Geruch, die Geschwulst 
setzte sich, die Schmerzen hörten auf und die Wunde heilte. Der 
Speichelfluss aber hörte erst nach einem Monate auf, und wo Blut- 
extravasate gewesen waren, löste sich die Haut gänzlich, — Tu 
einem andern Falle musste I. einem Knechte den rechten Daumen, 
in den ihn sein ITerr gebissen hatte, bis an’s andere Gelenk ab- 
nehmen. Der Knochen war ganz zermalmt und der Kranke hatte 
11 Wochen im Finger und au der Hand Geschwelst und Schmerz
	        
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