Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

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HI. Chirurgie und Ophthalmologie, 
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einigen Stunden allmählich. Schwere Speisen und kalte Ge- 
tränke, besonders Wein, so wie auch kalte Bäder verschlimmer- 
ten das Uebel sehr, am schlimmsten aber wurde es bei Stuhl- 
verstopfung oder bei Hartleibigkeit. Erfolglos wurden während 
dreier Jahre spirituöse Waschungen, warme Bäder, auf Fussschweisse 
wirkende Mittel, Blutegel am After, frische Kräutersäfte, .so- 
genannte blutreinigende Tränke, ZırtmANn’sches Decoct, auflö- 
sende Pillen und stark reizende Epispastica längs der Wirbel- 
säule von erfahrenen Aerzten verordnet und mit seltener Aus- 
dauer benutzt. Nur eröffnende Mitte] brachten vorübergehende 
Erleichterung, und selbst der Wiedereintritt der Hämorrhoiden 
half nichts. Endlich trank der Kranke künstliches Carlsbader 
Wasser. In den ersten 3 Wochen blieb das Uebel beim Alten, 
in der 4. aber erfolgte unter sehr bedeutenden Stuhlausleerun- 
gen allmähliche Verminderung des Gestankes, der zunächst in 
einen Geruch wie von stinkenden Fussschweissen und zuletzt 
in gewöhnlichen Schweissgeruch überging. Doch schien nach 
mehreren Wochen der Gestank wiederkehren zu wollen, Rhenm 
jedoch, Alo&, Kalomel und Jalappenseife drängten ihn für den 
nächsten Winter zurück, Im folgenden Frühjahre (1832) rief 
das Carlsbader Wasser eine wässerig-schleimige Hämorrhoidal- 
gecretion hervor, wobei sich ein schleimiger Bodensatz im Urin 
einstellte. Die stinkenden Schweisse kehrten nicht wieder, und 
Pillen aus Fel, taur., KExtr. gent. Aloe, Rheum und Sup. med. 
wurden nur aus Vorsicht genommen. Der frühere Versuch, die 
Nacheur durch Egerwasser und Stahlbäder zu machen, musste, 
da der Geruch wieder eintrat, sehr bald aufgegeben werden, 
{ Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Preussen, Nr. 16.] (K-—e.) 
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Il. CHIRURGIE und ÖPHTHALMOLOGIE. 
219. Ueber chirurgische Hülfleistungen bei 
der Hautwassersucht; vom Prof. Dr. Woirr in Berlin. 
Sobald Wassersucht der Höhlen einen sehr hohen Grad erreicht 
hat, gelingt Heilung derselben auf gewöhnlichem Wege durch 
Anwendung pharmaceutischer Mittel, welche die Resorption di- 
rect oder indirect bethätigen sollen, nicht mehr. Die Störungen 
in den Verrichtungen der Organe des Kreislaufes und des Ath- 
mens so wie in den Secretionen der Unterleibsorgane durch 
Druck des Wassers sind zu bedeutend, als dass sie auf dyna- 
mischem Wege, durch Anregung der organischen Thätigkeit, 
beseitigt werden könnten, und es vermögen dann nur chirurgi- 
sche Mittel die Beschwerden zu mindern und das Leben zu fri- 
sten, „oder selbst eine dauernde Heilung zu veranlassen, Eben 
so- verhält es sich auch mit. der Hautwassersucht. Es erzeugt 
nämlich vieles Wasser im Zellgewebe einen lähmungsartigen Zu-
	        
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