Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

I, Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 285 
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den 14 Pinte, Nachdem alle 4 Stunden 1 Gran Opium gereicht 
worden war, schlief Pat. die. ganze Nacht und spuckte den 
nächsten Tag nicht mehr. Wiewohl das Leiden recidivirte, so 
ward es doch immer durch Opium gehoben. [Dublin journal of 
med. and chemical science, May, 1832.] (H—r.) 
215. Speichelfluss nach Jahre lang vorherge- 
gangenem Quecksilbergebrauche. Dr. Gravss theilt 
ein Beispiel mit, demzufolge ein Frauenzimmer vor mehreren 
Jahren eine ansehnliche Quantität Mercur gebraucht und seit- 
dem oft an Rückfällen von Speichelfluss mit Mercurialgeruche 
gelitten hatte. Dieser erfolgte stets, sobald sich die Person der 
Kälte ausgesetzt hatte, wonach der Mund krankhaft ergriffen 
wurde, Röthe und Geschwulst des Zahnfleisches eintraten. Meh- 
rere ähnliche Beispiele beweisen, dass die nachtheiligen Wir- 
kungen des Mercurs längere Zeit in dem Körper gebunden blei- 
ben können. [Dublin journal of med. and chem. science ; May, 
1632.] (H—r.) 
216. Verbrühung; mitgetheilt von Dr. ScHrEever in 
Oelsnitz. Eine schwächliche, zu Krämpfen geneigte Frau ver- 
brübhte sich den ganzen Unterleib, die Scham und die Ober- und 
Unterschenkel so. mit kochendem Wasser, dass die Epidermis 
sogleich an den Kleidern hängen blieb. Tags darauf, als sich 
heftige Convulsionen einstellten, wurde S. gerufen. Die Con- 
yulsionen kehrten alle halbe Stunden zurück, die verbrühten 
Theile erschienen stark entzündet und angeschwollen und die 
Farbe derselben war hochroth und trocken. Die Schmerzen lies- 
sen sich kaum ertragen und starkes Reizfieber, Durst, Appetit- 
losigkeit, Uebelkeiten, Obstruction und Erschöpfung waren zu- 
gleich zugegen. Die Kranke erhielt eine Oelemulsion mit Opium, 
ins Getränk Weinsteinrahm und Salpeter und einen Umschlag 
aus gleichen Theilen Leinöl und Kalkwasser, der fleissig ange- 
feuchtet wurde, da der Zutritt der Luft die Schmerzen steigerte. 
Da unter dem Gebrauche dieser Mittel die Schmerzen nicht ge- 
ringer, sondern heftiger wurden, sah sich S., wenn auch un- 
gern, genöthigt, eine Blei- und Wachssalbe anzuwenden, die 
denn auch die Schmerzen minderte. Als aber diese Salbe mit 
Althäasalbe, der Opium zugesetzt worden war, vertauscht wurde, 
nahmen die Schmerzen zu, und die Convulsionen wurden wieder 
heftiger. Es wurde daher die frühere Salbe wieder angewendet 
und nebenbei entzündungswidrige Mittel gegeben, doch zeigten 
sich am 4. Tage mehrere missfarbige Stellen am Unterleibe und 
an den untern Extremitäten, die bald in Gangrän übergingen. 
Die Verletzte, deren. Kräfte ganz darniederlagen und die noch 
immer Convulsionen, wenn auch minder heftige hatte, verbrei- 
tete einen fast unerträglichen Gestank. Sie erhielt innerlich China 
mit Mineralsäuren und Wein, ein Pulver aus Eichenrinde, Myrrhe 
und Kampher zum Einstreuen und Umschläge von Kichenrinde 
mit Myrrhentinctur. Am %. Tage fing sich das Brandige vom
	        
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