Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

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MM. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik. 273 
die selbst bessere Aerzte nicht verwerfen. [Rust’s Magazin, 
Bd. 38, Heft 2.) (H—r.) 
203. Wechselfieber. Sie waren, den amtlichen Be- 
richten zufolge, anfangs des 2. Semesters von 1830, in dem 
ganzen Regierungsbezirke Breslau sehr häufig, hatten meist den 
Tertiantypus und zeigten sich theils durch gastrische, theils ner- 
vöse Erscheinungen larvirt. Später wurden sie reiner und sel- 
tener, hörten in den Gebirgsgegenden ganz auf und nahmen 
ausserdem meist den Quartantypus an. MDr., JäckKeL führt die 
biliöse Complication auf und erwähnt Fälle, wo ein der Cholera, 
andere, wo ein der apoplektischen Betäubung ähnlicher Zustand 
das Fieber einleiteten. Einmal sah er, bei einem noch säugen- 
den Kinde, das Wechselfieber, unter profuser Epistaxis und 
haemorrhagia intestinalis, mit einer Petechialeruption sich ver- 
binden. Die China hob, nach vorausgeschickter Catharsis, ‚das 
Fieber, die Blutungen und die Petechien. Ein neuer Paroxys- 
mus unterbrach plötzlich] die glückliche Reconvalescenz, und eine 
halbseitige Lähmung mit Krämpfen der leidenden Seite und 
schnell nachfolgende Lähmung der andern ‘brachten binnen 
24 Stunden den Tod. Als die hülfreichsten Heilmittel erwiesen 
sich, vor der Anwendbarkeit der China, Antimonialien, allein, 
oder in Verbindung mit Salmiak, DD. ScHustTeR und KIRsSTEIN 
bemerken, dass zur Heilung besonders die grössern Gaben des 
Chinins angewendet werden mussten, nach kleinen Dosen sahen 
sie oft Recidive folgen. Erwachsene sollen in den Intermissionen 
recht gut 20— 24 Gran vertragen haben. Dr. KrRuTteE macht 
darauf aufmerksam, dass die damals so häufigen Schlagflüsse 
wahrscheinlich oft durch eine intermitteus larvata herbeigeführt 
seyn dürften. Der Complication mit Schlagfluss erwähnt aus- 
serdem auch Dr. Meıssnen. In Betreff der Behandlung wird 
von Andern das Chinin als nicht immer ausreichend angeführt, 
es musste dann die China in Substanz, oder auch das Zrtractum 
corticis Peruviani regü resinosum (spirituosum) Ficini angewen- 
det. werden, so wie sich das von SERTUERNER empfohlene Chinoi- 
din als höchst wirksam erprobte. [Rust's Magazin, Bd. 38, 
Heft 2. (H—r.) 
204. Intermittirender Rheumatismus und An- 
wendung des Chinins bei demselben; vom Geh, Medie, 
Rath Barreis. Der Rheumatismus gehört unstreitig zu den 
Krankheiten, die einerseits das Blutgefässsysteym, andererseits das 
Nervensystem hauptsächlich in Anspruch nehmen. Es giebt rheu- 
matische Uebel, in denen das Entzündliche sich deutlich genug 
ausspricht und andere, worin dies weniger der Fall ist. Bei 
eben diesen neigt sich das Leiden am meisten zum Nervösen 
hin, doch dürfen auch den entgegengesetzten Fällen Erschei- 
hungen aus regelwidriger Nervenreizung nicht abgesprochen wer- 
dzn, ja die Schmerzen sind oft sogar hier noch heftiger. Der 
deutlich inflammatorische Rheumatismus hat am wenigsten Ten- 
Summarium d. Medicim 1833 VE 18
	        
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