Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

IV. Chirurgie und Augenheilkunde. 2 
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eingebrannt, so wird durch solche Versuche, die meist unnütz 
sind, das Auge zu sehr gereizt, oder liesse sich auch der fremde 
Körper endlich entfernen, so bleibt da, wo er sass, ein brauner 
Rostfleck zurück, der nicht wieder vergeht und beim Sehen 
sehr hindert. S. sticht daher hier die Spitze eines gewöhnli- 
chen Staarmessers dicht vor dem fremden Körper oberflächlich 
in die Cornea ein, senkt das Heft; schiebt die Klinge dicht 
hinter dem fremden Körper fort und macht schnell an der ent- 
gegengesetzten Seite den Ausstich, wodurch gewöhnlich das Stück- 
chen Eisen mit einem kleinen Theile der äusseren Lamelle der 
Hornhaut entfernt wird. Dieser unbedeutende Substanzverlust 
beeinträchtigt das Sehvermögen nicht. Man lässt nur einen Tag 
giskaltes Wasser aufschlagen, und schon nach einigen Tagen ist 
die kleine Wunde vernarbt und die Cornea wieder gehörig ge- 
wölbt. Dies Verfahren ist wohl zweckmässiger, als nach Av- 
TENRIETH nach Entfernung des fremden Körpers den Rost durch 
verdünnte Salzsäure aufzulösen. [v. Ammon’s Zeitschrift für 
Ophthalım., Bd. 2, Hft. 3.] (K— e.) 
176, Pupilla praeternaturalis; von Dr. SALOMON 
in Schleswig. Nach äusseren Verletzungen des Auges wird die 
Iris nicht selten an einer Stelle vom Ciliarligamente abgerissen, 
und es entsteht dann neben der natürlichen Pupille eine widerna- 
türliche, wodurch das Sehen, wenn auch nicht ganz aufgehoben, 
doch sehr beeinträchtigt wird.. Die Kunst hat bis jetzt nichts 
dagegen vermocht. S. schlägt vor, die Heilung auf fol- 
gendem Wege zu versuchen. Man mache da, wo die wider- 
natürliche Pupille ist, dicht am Rande der Cornea einen kleinen 
Einschnitt mit dem Staarmesser in selbige, gehe durch diesen 
mit feiner, stumpfer Pincette in die vordere Augenkammer ein, 
ergreife dann den losgetrennten Rand der Iris und ziehe ihn 
behutsam dureh die Oeffnung vor, ‚das® ein kleiner Irisvorfall 
entsteht. Bei strenger Ruhe und antiphlogistischem Verhalten 
könnte dann wohl der Vorfall mit der Hornhautwunde verwach- 
sen und die widernatürliche Pnpille wäre so, wenn auch nicht 
ganz, doch grösstentheils geschlossen. Damit durch Contraction 
der Iris der künstliche Vorfall sich nicht gleich wieder aus der 
Oeffnung zurückziehe, könnte man vor oder nach der Opera- 
tion eine schwache Belladonnaauflösung eintröpfeln. [v. Am- 
mon’s Zeitschrift f. Ophthalm., Bd. 2, Hft. 8.) (K— e.) 
177. Einige Worte über den Hornhautschnitt 
nach oben; vom Dr. Hörıne zu Neuenstadt a. K. Nachdem H. 
416 Operationen nach oben gemacht, erlaubt er sich über die- 
selben einige Bemerkungen mitzutheilen. — Das Jiger’sche Dop- 
pelmesser erfordert bei seinem Gebrauche grosse Uebung, und 
H. kam mit dem einfachen Brer’schen Messer gewöhnlich gut 
zu Stande. Er richtet seine Aufmerksamkeit vorzüglich darauf, 
dass der Einstich in die Hornhaut so nahe als möglich‘ an der 
Sclerotica und ja nicht viel‘ über dem horizontalen Mitteldurch- 
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