Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

IV. Chirurgie und Augenheilkunde. ‚241 
en. 
ne 
y. 
de, 
e.) 
Dr. 
ren 
rt- 
in 
de, 
Ile 
re. 
is 
N, 
% 
ch 
nn 
PT 
B8 
8 
Or 
an 
A 
“Os 
he 
n 
re 
an 
A 
4. 
aQ 
. 
N 
ın 
Pa 
ff} 
pP 
IF 
1 
r 
Paz 
= 
cheifluss zu, die Cornea aber wurde am obern Theile etwas 
heller, und es war einige Lichterhpfindung zugegen. Das Kalo- 
mel wurde ausgesetzt, ‚der Speichelfluss jedoch durch Ausspü- 
len des Mundes mit lauem Wasser unterhalten. Täglich bildete 
sich nun die Entzündung, ohne dass etwas verordnet wurde, zu- 
rück, und am 13. Tage der Cur war das Uebel beseitigt. Der 
Pupillarrand der Iris blieb aber im ganzen Umfange gezackt als 
Folge der dort befindlichen Phlyktänen, die wahrscheinlich ge- 
platzt und in Eiterung übergegangen sind. Das Sehvermögen 
war völlig zurückgekehrt. [v. Ammon’s Zeitschrift f. Ophthalm., 
Bd. 2, Hft. 3.] (K— e.) 
142, Pseudomacula corneae; von Dr. SaLomon in 
Schleswig. Vor Kurzem suchte ein bejahrter Landmann bei S. 
Hülfe wegen einer chronischen Entzündung des linken Auges, 
nachdem er schon beinahe ein Jahr einen andern Arzt gebraucht 
hatle, von dem Augenwasser, Salben, Zugpflaster u. s. w. reich- 
lich angewendet worden waren. Die Cox). scler. erschien ziem- 
lich stark geröthet und sonderte mit der Conj. palp. einen weis- 
sen Schleim ab, die Cornea war trübe, und auf derselben fand 
sich‘ gerade vor der Pupille ein linsengrosser, durchsichtiger, 
grauer Fleck... Da der Kranke heftig an Husten und Schnupfen 
litt, hielt S. anfangs das Uebel für eine chronisch -katarrhalische 
Augenentzündung und den Fleck für ein vernarbtes Hornhaut- 
geschwür. Bei genauerer Untersuchung ergab es sich aber, 
dass der Fleck nicht rund, wie meist Hornhautflecken, sondern 
ganz unregelmässig, zackig und fast unmerklich erhabener, ala 
die übrige Fläche der Hornhaut, war. SS. streifte daher mit 
der convexen Seite einer Scazra’schen Nadel über den Fleck 
leichthin weg, wobei sich dieser etwas bewegte, doch liess sich 
der fremde Körper, der nun nicht mehr zu verkennen war, ob- 
gleich dies Manoeuvre nach allen Richtungen wiederholt wurde, 
nicht entfernen, da er allenthalben von zähem, den Augapfel 
überziehendem Schleime festgehalten wurde. Als aber die Spitze 
der Staarnadel behutsam eingestochen wurde, fand er sich auf 
der Nadelspitze aufgespiesst. Er war ganz dünn, durchsichtig, 
sah wie Goldschlägerhäutchen und schien die zarte Oberhaut ir- 
gend einer Strohart zu seyn. Als der Krauke, der 2 Tage kalte 
Fomentationen gemacht hatte, nach einigen Tagen wiederkam, 
war das ganze Uebel beseitigt, und er hatte sich darauf beson- 
nen, ‘dass ihm kurz vor Beginn des Augenübels beim Hafer- 
dreschen etwas in’s Auge gekommen war, was er durch Reiben 
und Wischen wieder entfernt zu haben geglaubt hatte. [v. Am- 
mon’s Zeitschrift f. Ophthalm., Bd. 2, Hft. 3.) (K—e.) 
173. Giebt es Condylomata der Augenliderbin- 
dehaut? vom Prof. Dr. v. Anmon. Auch auf der Conjunectiva 
palpebralis kommen Condylome vor, die man aber nicht immer 
für syphilitische halten darf, Meist erscheinen sie am unteren 
Lide, sitzen hier auf einem dünnen Stiele mit breitem Kopfe, 
Summarium, d. Medicin. 1833. IV. 16
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.