Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

IV. Chirorgie und Augenheilkunde. 229 
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wird in dieser Lage des Bruches nicht die geringste Beschwerde 
haben. Hierauf stützt sich die Angabe der gleich zu beschrei- 
benden Bandage, welche in dergleichen Fällen die lästigen Bruch- 
bänder mit Stahlfedern ganz entbehrlich macht. Man lege um 
den Leib einen festen, aber weichen, 14 Zoll breiten Riemen 
mit einer als Befestigungspunkt der Bandage dienenden Schnalle. 
Dann nehme man ein Tuch von starker, ungeglätteter Leinwand; 
1} Elle im Quadrate zusammen, binde es um den Unterleib an 
beiden Enden durch einen Knoten vorn in der Unterbauchs- 
gegend fest zusammen, vereinige den Knoten durch ein Bänd- 
chen mit dem Riemen hinter der Schnalle und drehe die Ban- 
dage so um, dass der Knoten mit der Riemenschnalle aufs Kreuz- 
bein zu liegen kommt. Dann reponire man den Bruch und ziehe 
das schlaf gewordene Scrotum an der Aussenseite des Riemens, 
und zwar zwischen dem leinenen Tnche und dem Riemen, so 
in: die Höhe, dass es auf den beiden über einander liegenden 
berabhängenden Zipfeln des Tuches liegt. Dann nimmt man 
letztere, schlägt‘ sie mit dem eingesenkten Scrotum in die Höhe 
und stopft die Tuchzipfel von oben herab hinter den Leibriemen 
hinein: Hat man die Zipfel durch einen Querstreifen Barchent 
gegen die Spitze hin noch verdickt, so ist man um so sicherer, 
dass sie den Bruch fest in die Höhe halten. Beim Uripiren 
werden sie herunter geschlafen und dann in ihre vorige Lage 
gebracht. In der Nacht wird die Bandage so umgedreht, dass 
Knoten und Schnalle auf dem Unterleibe sitzen. Der Kranke 
wird also von keinem Drucke der nur locker ihn umgebenden 
Bandage belästigt. Vor dem Aufstehen wird. dieselbe wieder 
umgedreht, der Bruch reponirt und auf die angegebene Weise 
befestigt, wozu nur eine Secunde nöthig ist. Diese Vorrichtung 
ist so einfach, dass jeder Kranke sie sich selbst machen kann, 
wenn er den gefütterten Riemen gekauft hat. Uebrigens halten 
diese an den Unterleib anliegenden Suspensorien, deren Stütz- 
punkte auf dem Kreuzbeine und auf den Darmbeinen ruhen, die 
grössten Brüche, wenn sie reponirt sind, so zurück, dass bei 
dem an dem Unterleibe in die Höhe gebundenen Hodensacke 
kaum ein kleiner Theil des Bruches in denselben treten kann, 
wodurch nicht die geringste Beschwerde entsteht. Im Gegen- 
theile können die Kranken dabei sich den stärksten Bewegungen 
unterziehen, schwere Arbeiten verrichten, Lasten heben u. 8. w. 
Auch sieht man von solchen Bandagen von aussen nicht das Ge- 
ringste. [v. Graefe’s u. v. Walther’s Journ. der Chirurgie und 
Augenheilkunde, Bd. 18, Heft 1.) (K—e.) _ 
159. Heilung einer Ohrspeicheldrüsen - Fistel 
durch Einspritzungen von’ Alkohol; von Dr. CAMERER 
in Langenau; Vor 10 Jahren wurde ‘C. zu einer 40jährigen, 
schon oft mit‘ Rothlauf behaftet‘ gewesenen, an offenen Ge- 
schwüren‘ in der Schultergegend leidenden‘ Frau gerufen, die 
ar’ der linken‘ Wange seit 8-—10 Wochen: eine Geschwaulst hstt>;
	        
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