Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

216 IV. Chirnrgie und Augenheilkunde. 
und thränenden Augen, eine Pause macht. Bringt er bei wie- 
derholtem Kampfe endlich etwas zu Tage, 80 ist es ein einzi- 
ges, doch hässlich grau aussehendes Klümpchen von der Grösse 
einer Erbse, höchstens einer Bohne. _ [Hufeland’s Journal der 
prakt. Heilkunde, Sept., 1832.] (Fr.) 
150. Vorzügliche Wirkung des Srtrvve’schen 
Karlsbaderwassers; von Dr. v. Verne in Wien. Bei einer 
jährigen, reizbaren, schwächlichen Frau waren während drei- 
maliger Schwangerschaft Leber- und Milz - Anschoppungen ent- 
standen. Die vorzügliche Anlage zu Hypochondrie liess bei die- 
sem Stande der Sachen Melancholie fürchten, und es wurden 
daher mehrere Jahre auflösende Extracte und das Luhatscho- 
witzer Wasser benutzt. Mehrere Unglücksfälle- führten endlich 
wirklich Melancholie herbei, und eine ausserordentlich sich stei- 
gernde Empfindlichkeit der Nerven liess keine weitere arzneili- 
che Einwirkung zu, auch war aller psychische Einfluss unwirk- 
sam. Da auch nervöse Gicht hinzutrat, alle Uebel in dem Le- 
ber- und Milzleiden zu wurzeln schienen und die leichtesten Mit- 
tel in der kleinsten Gabe Krämpfe erregten, so liess v. V, STaU- 
ve’s Mühlbrunnen gebrauchen. Die Kranke konnte von demsel- 
ben nie mehr als 5 Becher nehmen ‚ trank aber im Ganzen 220 
Becher, worauf sich der Umfang der kranken Eingeweide ver- 
minderte und die Melancholie allmählich verlor. Das gleiche 
Verfahren bewirkte im nächsten Jahre (1832) eine solche Bes- 
serung, dass von dem abnormen Zustande der Eingeweide nur 
noch wenig zu fühlen ist und Spuren einer hypochondrischen 
Stimmung nur selten und auf kurze Zeit zurückkehren. Wird 
diese Trinkcur noch einmal wiederholt, so ist wohl völlige Hei- 
lung zu hoffen, was um so beachtungswerther ist, je weniger 
andere Heilversuche hei solchen Uebeln leisten. — Schliesslich 
bestätigt v. V., dass, wie in Moskau und Berlin, so auch in Wien 
nicht Einer, der das versendete STauve’sche Karlsbader Wasser 
getrunken hatte, die Cholera bekam, ja selbst von den um diese 
Zeit so allgemein herrschenden Unterleibsbeschwerden nicht be- 
fallen wurde. [Allgem. med. Zeit., 1883, Nr. 8.1 (K—e.) - 
151. Ueber die örtliche Anwendung des Tabaks 
gegen Gicht. J. VErcx empfiehlt bei specifischen Entzündungen, 
besonders aber bei Gicht und rheumatischer Affection der Syno- 
vialhäute äusserlich ein starkes Tabakinfusum. (Aus den Med, 
chir, Transactions in London med, and] pkys. Journal for May 
1832. ] (H—r.) 
IV. CHmuRrsIiB und AUGENHEILKUNDE. 
152. Bemerkungen üher den Hospitalbrand, wel- 
cher im Winter-Semester des Jahres 1831 auf der 
chirurgischen Klinik und Abtheilung im Prager all-
	        
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