Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

IH... Materia medica ‚und Toxikologie. 213 
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Ton wahrnehmen, einen Ton, der vorzüglich entsteht, wenn die 
feineren: Luftröhrenäste mit Schleim angefüllt sind. UVebrigens 
war die Schleimsecretion in den Respirationswegen nicht über- 
mässig, und entzündliche Symptome konnten nicht entdeckt wer- 
den. Manchmal war der Athem fast natürlich, aber dann ka- 
men wieder heftige Paroxysmen von Dyspnöe. Zuerst wurde 
dem Kranken zur Ader gelassen, was ihm jedoch nicht gut be- 
kam.. Bessere Dienste leisteten ihm kramptwidrige Mittel, und 
unter diesen vorzüglich die Lobelia inflata, von der er dreimal 
täglich 1 Drachme nahm (wie viel Tage?). In kurzer Zeit war 
er vollkommen hergestellt. — Ein Chirurgus litt an chronischer 
Laryngitis, gegen die er viele Antiphlogistica angewendet hatte. 
Die Paroxysmen der Dyspnöe waren so heftig, dass Pat. öfters 
zu sterben meinte. Er nahm, auf E.’s Anrathen, die Tinct. lobel. 
infl. theelöffelweise und verspürte von diesem Mittel den besten 
Effect. — Kin Mann, der in Folge eines Aneurysmas von Dys- 
pnöe befallen wurde, fühlte die grösste Krleichterung nach An- 
wendung der Lobelia. — Es giebt jedoch Personen, denen dies 
Mittel schlecht bekommt. (Merkwürdiger Weise ist nicht ange- 
geben, worin dieses Schlecht-Bekommen besteht.) [The lancet, 
Oct. 27, 1832.] (H—1}.) 
146. Para-Morphine; von PeLLETIER. P, hat der Aca- 
demie dec sciences in ihrer Sitzung am 24. Dec. 1532 berichtet, 
dass er eine neue krystallinische Substanz im Opium gefunden, 
die er Para-Morphine nennt. Ob sie gleich in ihrer Elementar- 
Zusammensetzung der Morphine ähnlich zu seyn scheint, so ist 
sie doch von dieser in ihren chemischen Eigenschaften wesent- 
lich verschieden. Ihr Geschmack gleicht der der Rad. pyrethri, 
Ihre Löslichkeit in Alkohol und Aether ist viel grösser, als die 
der Narkotine, von der sie sich auch noch durch ihre Krystalle 
unterscheidet. Sie kann nicht mit der RonrqueT’schen Codeine, 
noch mit den übrigen krystallinischen Substanzen, die man im 
Opium gefunden hat, verwechselt werden. Auf den Organismus 
scheint sie gelbst in kleiner Dosis sehr stark einzuwirken. Sie 
tödtet einen Hund in wenigen Minuten, wovon sich MAGENDIE 
überzeugt hat, greift das Gehirn an und bewirkt Convulsionen. 
[Gazette medicale de Paris, tom. IIT, Nr. 130.] (H—J1.) 
147%. Kaffe im Nervenfieber angewendet; von 
MarTtın SoLon. S. lässt im Nervenfieber, wenn die entzündli- 
chen Symptome vorüber sind und sich das Stadium stupidum 
entwickelt hat, ein aus 2 Drachmen bis zu einer halben Unze 
Kaffe und einem Pfunde Wasser bereitetes Infusum innerhalb 
24 Stunden reichen. Er führt 3 Fälle an, in welchen ihm die- 
ses Mittel gute Dienste geleistet und den Stupor bald entfernt 
hat, gesteht aber selbst, dass man es nur als ein Nebenmittel 
betrachten dürfe. [Bulletin therap., 30. Nov., 1832.] (H—I.) 
148, Schwefelsaures Strychnin gegen Lähmung. 
Ein von der Geburt bis zum 12. Jahre fortwährend gesunder,
	        
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