Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

II. Pathologie, Therapie wnd medicinische Klinik. 211 
la 
IV, 
3. 
4. 
SQ 
„er 
nd 
ich 
rm 
Je- 
al 
en 
ver 
e- 
an- 
ht, 
nte 
Jen 
ds 
1CQ. 
Er- 
fol- 
hti- 
:em, 
B@- 
7 
BA- 
"a8- 
en. 
ıth, 
$. 
pl 
zu- 
pi- 
4 
- 
"Aan- 
An. 
7} 
ieh 
des 
ılos- 
Mit- 
‚ri- 
un- 
dung empfiehlt P., in: Verbindung mit dem Radikalcurplan, fol- 
gende Salbe als sehr bewährt: BR. Borac. Venet. gr. xv, Butyr. 
rec. par. 3ij. M.exactiss. — %) Die Boraxsalbe wendete P, mit 
grossem Erfolge gegen einen sehr heftigen Herpes eines 12jäh- 
rigen Mädchens an; das ganze Gesicht, der Nacken, der Rü- 
cken waren von ihm überzogen; die Augen litten ungemein; die 
Augenlider trieften; die Mersom’schen Drüsen waren sehr ent- 
zündet. Innerlich erhielt die Kranke ein Pulver aus 40 Gran 
Cinnab, fact. und 1 Gran Merc. praecip. rubr. in 20 Theile ge- 
theilt, wovon eine Stunde nach dem Frühstück und vor dem 
Einschlafen ein Stück genommen wurde. Die Boraxsalbe liess 
P. alle Abend jauf alle kranke Stellen des Körpers auftragen 
und des Morgens mit Seifenwasser abwaschen, Auf gleiche Weise 
wurden die Augenlider des Abends damit bestrichen und des 
Morgens mit lauem Wasser abgewaschen. Damit verband man 
einige laue Bäder. Nach Verbrauch von 80 der genannten Pul- 
ver in Verbindung mit der Boraxsalbe war das Mädchen voll- 
kommen hergestellt und hatte ein blühendes Aussehen. Die noch 
etwas zurückgebliebene Affection der Augenlider verschwand gleich- 
falls, indem P. dieselben einige Male im Tage mit einer Mi- 
schung aus Ag. amygd. amar. conc, 3j und Tinct. thebaic. 9} 
pinseln liess. — 8) Folgender Behandlung der durch Ansteckung 
erzeugten Milzbrandpustel bittet P. Aufmerksamkeit zu schenken: 
Man legt sogleich ein starkes Kınpl, vesicat. auf (auf die Pustel?). 
Die Blasen werden aufgeschnitten und die Stelle 9 Tage in Ei- 
terung erhalten. Innerlich giebt man alle 3 Stunden bis. zum 
%. Tage eine Drachme Campheressig in einem Glase Zucker- 
wasser, Die Ausdünstung darf nicht gestört werden. — 9) Gegen 
krankhafte Pollutionen hat sich P., unter Berücksichtigung der 
Ursachen und Complicationen, nichts dienlicher erwiesen, als Ta- 
bak (9j, oft auch nur 5ß auf 3iv eines wässerigen Aufgusses, 
stündlich zu 1 Esslöffel voll), kalte Waschungen des Hinter- 
kopfes und das Tragen einer Bleiplatte auf dem Hinterkopfe wäh- 
rend der Nacht. Wenn belebende, nicht erhitzende Mittel indi- 
cirt sind und heftiger Druck im kleinen Gehirne vorhanden ist, 
kann man mit dem Tabak Chenopodium, salmiakgeisthaltige Mit- 
tel und Arnika in kleinen Gaben verbinden, — 10) Behandlung ein- 
geklemmter Brüche. Bei entzündlicher Diathesis und Plethora 
erst ein mässiger Aderlass, dann ein lauwarmes Bad, hierauf 
die Anwendung einer mit Eis gefüllten, Rinds- oder Schweins- 
blase, oder einer gläsernen Schoppenflasche auf die Bruchstelle. 
In verzweifelten Fällen einige Blutegel an den After, ein Ter- 
penthinklystier mit Eigelb und Chamillenaufguss, Versagt dies 
Alles noch Hülfe, ein Klystier aus Belladonna - oder Tahaksauf- 
guss (5j-—3%® Herb. bellad., oder 3ij Herb. Nicot. anf 8 3 
Kiystier), dem man 1 bis 2 Esslöffel voll Oel zusetzt. [Hufe- 
land’'s Journal ,. Sept. u. Oct. 1832.] (Fr.)
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.