Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

]1; Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 151 
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seren Oberfläche des Halses waren die Drüsen leicht angeschwol- 
Jen, und wenn sie auch bei Berührung nicht schmerzten , so ent- 
stand doch wenigstens ein unangenehmes Gefühl, F. leitete nach 
dem Mitgetheilten die Verengerung von einer gerophulösen An- 
schwellung der Schleimdrüschen der Speiseröhre ab und ver- 
ordnete Hydıarg, stib. sulph. und wärmere Kleidung. — Tags 
darauf war der Knabe frei von seinem Uebel, was wohl daher 
kam, dass die früher nur in der Tiefe zu bemerkende entzünd- 
liche Röthung sich über den ganzen Schlundkopf ausgebreitet 
hatte, und hier nicht bloss die Schleimhaut aufgelockert schien, 
sondern auch die Mandeln bedeutend angeschwollen waren, Wo- 
durch das Schlingen wohl etwas schmerzhafter wurde , doch alle 
Speisen leicht durch die Speiseröhre gingen, Unstreitig hatte 
sich die früher in der Speiseröhre ihren Sitz habende scrophu- 
löse Anschwellung und der entzündliche Zustand nach oben fort- 
gepflanzt, und durch diese Wanderung war der zuerst befallene 
Theil von der Geschwulst befreit worden, die jeizt dagegen in 
den später ergriffenen Theilen sass. Dieser Ansicht zu Folge 
zuchte F, den gereizten Zustand im Schlundkopfe etwas zu fixi- 
ren und gegen das Grundübel zu wirken, weshalb er leicht rei- 
zendes Gurgelwasser gebrauchen und den Aethiops antim. fort- 
nehmen liess. Unter dieser Behandlung ging alles besser, die 
Halsdrüsen wurden minder empfindlich, und als das Gurgelwas- 
ser ausgesetzt wurde, wich, die Angina, von der nur noch eine 
vermehrte Schleimabsonderung im Pharynx übrig blieb, die wohl 
sehr bald sich von selbst verlieren wird. [v. Froriep’s Notizen, 
Nr. 444.) (K—e.) 
93. Oedem der Lungen nebst einem Aneurysma 
arcus aortae. Eine grosse, hagere, 46 Jahre alte Frau, wel- 
che früher immer gesund gewesen war, verlor vor $ Mohaten, 
nach einer Erkältung, die Menstruation und bekam Husten, 
Brustschmerz und Auswurf von zähem Schleime. Seit ungefähr 
einem Monate trat Blutspeien ein; das ausgeworfene Blut war 
anfangs von dunkler , später aber von heller Farbe; Nachtschweisse, 
Verlust des Appetits und Abmagerung gesellten sich hinzu. Am 
andern Morgen nach ihrer Aufnahme im Hospital waren die Lip- 
pen und das Gesicht blauz das Athemholen mühsam; Puls und 
Herzschlag schwach; die Extremitäten eine Trägheit der‘ Circu- 
lation durch die Lungen anzeigend. Die Brust war ziemlich tö- 
nend (sonorous), und das tönende Röcheln fast an jeder Stelle 
derselben, ganz besonders aber an der Basis der Lungen, hörbar. 
Der Wiederhall der Stimme, welcher fast an Pectoriloquie gränzte, 
war oberhalb des rechten Schlüsselbeines deutlich, an dem lin- 
ken aber weniger deutlich zu vernehmen. Der reichliche Aus- 
wurf erfolgte mit Schwierigkeit und bestand in runden, gelbli- 
chen, mit eiweissartiger Flüssigkeit vermischten Massen. Die 
Haut war hart und trocken, der Schlaf nicht sonderlich. Plötz- 
lich wurde die Kranke in der darauf folgenden Nacht von einem
	        
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