Full text: (4. Band = 1833, No 1-No 8)

102 N. Materia medica und Toxikologie. 
1; Gr. ohne Mühe nehmen konnten. Innerlich wendet er das 
Mittel als Tinetur, Pillen, Auflösung oder Gurgelwasser und äus- 
serlich als Salbe und zwar in folgenden Formeln an: 1) Tinct. 
ryanureta: Pr. Extr. buzi 33% — acon., Hydrochlor. ammon. 
ana. Siij, Ol. anis. vel Sass. gtt. xxiv, Cyanur, merc. gr. v}, A9. 
dest. 3xiv, Alcoh. 36° 3x. £ I. a. tinct. Von dieser Tinetur 
lässt man täglich 4—1 Unze nehmen. Den Anfang aber macht 
man mit einem Kaffeelöffel früh und Abends in einem halben 
Glase Zucker- oder Gerstenwasser. 2) Pilulae cyanure- 
tae: Die nämlichen Dosen wie bei der Tinctur, nur mit we- 
niger Wasser und Alkohol. Man macht dann eine Masse von 
400 Pillen. 16 Pillen kommen einer Unze der Tinctur gleich, 
und man giebt davon 2 des Morgens und 2 des Abends. . 3) Pi- 
Iulae cyanureti mercurii: Pe. Cyanur, merc. pulv. AN 
Opäi pulv. gr.xij, Mic. pan. 3%. #1. a. pil. no. 96. Von diesen 
Pillen enthält jede +4 Gr. Kyanquecksilber und 4} Gr. Opium. — 
1) Solutio cyanureta: Br. Oyanur. merc. gr.v}—x, 49. 
dest. libr, j. Solv. Jede Unze enthält + Gr. Quecksilberkyanid. (?) 
5) Gargarisma: Be. Cyanur, merc. gr.x. Dec. Alth. libr. 7 
D. 6) Unguentum cyanuretum: ]r. Cyanur. mere. gr. X}, 
Azung, porc. 3j. M. [Buchner’s Bepert. f. Pharm., Bd. 43, 
Hft. 1 nach Journ. de Pharm. , Sept. 1832,] (K—e.) 
63, Kali hydrojodicum empfiehlt, als unter den Jod- 
ypräparaten allein wirksam, ELLIOoTSoN in grossen Gaben gegen 
Anschwellung und Verhärtung drüsiger Theile. Er gab es frü- 
her in verschiedenen Krankheiten, besonders bei scirrhöser An- 
schwellung des Uterus, in kleinen Gaben, fand diese aber ohne 
Wirkung und stieg daher bis zu 5j—jj, wo dann ein günstiger 
Erfolg nicht ausblieb. In diesen Gaben hat er es nun seit meh- 
reren Jahren oft und mit grossem Nutzen auch bei Anschwel- 
lung der Milz und Leber verordnet. Es wirkt, wie alle Kali- 
salze, diuretisch. [v. Hroriep’s Notizen, Nr. 156.) (K—e.) 
64. AuTENRIETHE’S Uneuentum Juercinum gegen 
veraltete Krätze; von Dr. Worrr. In mehreren sehr lang- 
wierigen Fällen von Krätze führte in der Charite zu Berlin end- 
lich folgendes Verfahren zur gewünschten Heilung, nachdem 
grosse, lange Zeit in Kiterong erhaltene Vesicatorien an den 
Überarmen und Waschungen mit verdünntem Bleiessig oder mit 
Schwefelsäure und Dec. cort. qguere. vergeblich benutzt worden 
waren. Man brachte nämlich auf die sich meist am unteren 
Ende der Vorderarme und zwischen den Fingern zeigenden 
Krätzhläschen das Unguent, quercinum ÄUTENR. (das aus Dec, 
cort. querc. durch Acet, saturn. bewirkte Präparat) und liess es 
stundenlang mit diesen in Berührung. Das bis dahin so hartnä- 
ckige Uebel war dann meist in wenigen Tagen gehoben. [Med. 
Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Preussen, Nr. 15.] (K—e.) 
65. Chlorkalk gegen Krätze; von FAnTowerrL Ob- 
gleich noch immer der Schwefel das Hauptmittel bei der Hei-
	        
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