Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

Summarium des Neuesten 
Aus de 
in- ud ausländischen Medicin. 
14. Mai 1832. 
A 10. 
I. MepicınischE PAaysık und CHEMIE. 
59. Eudiometrische Versuche hat J. dr FONTENELLE 
in Paris angestellt, um zu ermitteln, ob sich etwa eine Luftver- 
änderung bei der gegenwärtigen Choleraepidemie entdecken liesse. 
An 20 verschiedenen Punkten der Stadt fing er Luft auf und un- 
terwarf sie der sorgfältigsten Prüfung, konnte ‚aber durchaus 
keine Abweichung von den längst bekannten Mischungsverhältnis- 
sen entdecken, (Gazette medicale de Paris, Tom. III, Nr. 19. 
Journ, spec. du cholera-morbus, 14. Avr. 1832,] (H—1.) 
II. PATHOLOGIE, THERAPIE und MEDICINISCHE KLINIK. 
50. Ueber die Bedeutung des Sporadischen, 
Epidemischen und Endemischen, in Beziehung auf 
die miasmatischen und contagiösen Krankheiten, 
mit besonderer Rücksicht auf die Cholera; vom geh, 
Med.-Rath Dr. Barteis. Jetzt, wo über die morgenländische 
Cholera und besonders über die Verbreitung derselben so ver- 
achiedene Meinungen herrschen, dürfte es wohl nicht unnütz 
seyn, gewisse leicht zu verwechselnde und nur zu oft falsch ver« 
standene Begriffe und der Krankheitslehre angehörende Kinthei- 
lungen, auf welche bei jenen Meinungen Rücksicht genommen 
werden muss, einer näheren Beleuchtung zu unterwerfen. In 
dieser Beziehung muss znerst festgesetzt werden, wie sich 
von sporadischen Krankheiten ‚die allgemeinen 
(pandemischen) unters cheiden, und welcher Unter- 
schied sich zwischen Endemie und Epidemie finde. 
Erkranken nur Einzelne durch auf sie einwirkende schädliche 
Einflüsse, so dass ihr Krkranken sich als gleichsam isolirter 
Vorgang darstellt, 80 heisst die Krankheit, wie hinreichend be- 
kannt, eine sporadische. Den Gegensatz zu diesem Begriffe 
bildet die Krankheit, wenn sie, statt einzelner vielmehr eine ge- 
wisse Menge oder Gesammtheit von lebenden Körpern ergreift, 
wo sie dann pandemisch genannt wird. Dies Erkranken in 
Masse kann auf zweierlei Weise Statt finden; nämlich entwe- 
der durch Ursachen, die an eine bestimmte Oertlichkeit gebun- 
Summarium d. Mediein. 1832. 11. n
	        
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