Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

}/. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 453 
ACUFr 
der 
aei- 
ser 
ver- 
und 
lieb 
offe 
von 
000 
che 
em 
{m 
„um 
un- 
ırn- 
dei 
bis 
3868 
he, 
ung 
auf 
en. 
eit 
die 
ze- 
Jie 
der 
„en, 
de- 
oBD- 
ren 
me, 
Jelt 
ver 
lag 
ıre 
de- 
+. 
iie 
ar- 
fe 
tauernder Schwindel; drückende Kopfschmerzen in der Stirn; 
plötzlich veränderte, grosse Angst ausdrückende Physiognomie ; 
Mangel an Esslust; Beängstigung in der Herzgrube; Herzklopfen; 
leeres, vorübergehendes Aufstossen, mit Erleichterung; Knurren 
and Kollern im Bauche mit Abgang von Blähungen; Zerschla- 
genheit der unteren Extremitäten, bisweilen mit ziehenden 
Schmerzen in den Waden und Zehen; leichter Schauer über den 
Rücken; unruhiger Schlaf mit grosser Neigung ‘zu eigenthümlich 
riechenden Schweissen und mässig beschleunigter, kleiner, leicht 
veränderlicher Puls — sind diejenigen Erscheinungen, denen 
nach einigen Tagen, auch wohl nach einigen Stunden, vorzüg- 
lich nach Diätfehlern und Erkältungen, der Ausbruch der Krank- 
heit folgte. Am Ööftersten ging, statt jener Vorboten, ein mäs- 
siger, jedoch sehr schwächender Durchfall mit einem dicken 
und weisslichen Zungenbelege vorher. Seltener waren die Fälle, 
wo ohne alle Prodromen, noch bedeutenden Diätfehlern, Kr- 
brechen und Durchfall eintraten. Ausgebildete Cholera ohne 
Durchfall und bloss mit Ohnmachten, Krämpfen und totaler Er- 
schöpfung der vitalen Kräfte kam nur Anfangs der KEpidemie, 
und auch hier nur selten, vor. Ihre pathognomischen Symptome 
waren: plötzliche Veränderung der Gesichtszüge, die ein schwe- 
res Leiden ausdrückten; tief in ihre Höhlen zurückgetretene 
Augen, mit dunkeln, blaugrünen Rändern; eingefallenes Gesicht, 
verbunden mit tiefer Niedergeschlagenheit des Gemüthes; hefti- 
ger, unersättlicher Durst nach kaltem Wasser oder säuerlichem 
Kühltranke; eigenthümlich heisere und schwache Stimme; grosse 
Kälte der Extremitäten, die bläulich oder blau gefärbt sind; 
kleiner, fadenförmiger Puls, der allmählich verschwindet; ein- 
gezogener Unterleib; krampfhafte und äusserst schmerzhafte Zu- 
sammenziehungen, besonders an den untern Gliedmaassen; gänz- 
lich mangelnde Harn- Ab- und Aussonderung; eigenthümliche 
weisse, oder weisslichgrüne, schleimige Ausleerungen durch Er- 
brechen und Stuhl; die besondere Beschaffenheit des Blutes; 
hoher Grad von Beängstigung in den Präcordien und der äusserst 
rasche Verlauf der Krankheit. — Starke und kräftige Consti- 
tution liess nicht immer einen guten Ausgang erwarten; ja, man 
sah schwächliche, zartgebaute, reizbare Personen wider Erwar- 
ten genesen: Schwangere ahortirten während der Krankheit oder 
nach derselben... Die hartnäckigsten, bösartigsten und am schnell- 
sten tödtlichen Fälle kamen bei durch geistige Getränke über- 
reizten, entnervten und ihrer besten Säfte beraubten Menschen, 
bei Wöchnerinnen und da vor, wo sich die Cholera aus ver- 
nachlässigten Diarrhöen entwickelte, — Kinder bekamen die 
Cholera gewöhnlich gegen Morgen. Sie wurden zuvor unruhig, 
hörten auf zu trinken, erbrachen sich und bekamen wässerige 
Stuhlgänge. Bald sanken die Fontanellen ein, die Augen wur- 
den starr und glanzlor, das Gesicht bläulich, faltig, einge- 
schrumpft; Haut und Muskeln welk u. 8. w.- Starb das Kind ip
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.