Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

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VI. Mediein im Allgemeinen. 
in der südlichen Hälfte sehr gebirgig, an der Nordseite ab- 
bängig; übrigens aber flach und sehr wasserreich, Kr sieht 
nicht nur die Moldau, Maltsch und Luschnitz, sondern er 
hat auch viele ansehnliche Bäche und grosse Teiche, wie 
auch einen Gebirgssee und bedeutende Moräste. Zu den 
Mineralwässern gehört die schwefelhaltige Quelle zu Lib- 
nitsch und das Stahlwasser zu Umlowitz. Auch zu Gutwasser, 
Kiein- Mariazell, Brünnel, Strebnitz und zu Rosenthal sind Mi- 
neralbrunnen, obgleich von geringerem Belange. Der Süd- 
wind ist der herrschende zu Budweis; zu Hohenfurt ist es der 
Westwind. Das Klima ist im südlichen, noch mehr im südwest- 
lichen Theile sehr rauh, kalt und unfreundlich; in den übrigen 
Gegenden merklich milder. — Der sandige Boden ist besonders 
in den bergigen Landstrichen anzutreffen; doch findet man auch 
bedeutende Strecken mit Binsen und Riedgräsern bewachsen. 
Die hauptsächlichsten Producte sind Holz, Wildpret, Fische, 
Rindvieh, Schafe, Wolle, Flachs, Korn, Hafer , Kartoffeln , Kohl, 
Eisen, Graphit, Perlen u. s. w. — Man zählte 1825 eine Be- 
völkerung von 194,446 Menschen: 93.202 männliche und 101,244 
weibliche, oder 45,344 Familien, welche in 8 Städten und Städt- 
chen, 29 Märkten und 896 Dörfern wohnten. — Getraut wur- 
den 1252 Paare, geboren 4507 Kinder und Todte gab es 5527. 
Unter den Geborenen waren 3926 Knaben und 3581 Mädchen; 
1264 unehelich und 69 todtgeboren: demnach war das öte Kind 
mnehelich und das S4ste todt. Der Januar brachte die meisten, 
der November die wenigsten Geburten. Unter den Gestorbenen 
waren 2804 männliche und 2724 weibliche Personen, 1826 Kin- 
der bis zum Isten und 748 vom 1.— 4. Lebensjahre; 6%6 In- 
dividuen vom 4.—20. J., 401 vom 20. — 40. J., 820 vom 40. — 
65. 3., 951 vom 65. — 100. J. und 16, welche über 100 J. ge- 
lebt hatten. Davon starben 4850 an gewöhnlichen Krankheiten; 
498 an Menschenblattern; 4% von anderen epidemischen Uebeln; 
1 an Hundswuth; 3 durch Selbstmord; 2 durch fremde Hand 
und 3% durch Unglücksfälle. Die häufigsten Sterbefälle brachte 
der März, die wenigsten der September. — Feldwirthschaft, 
Viehzucht, Waldeultur, Verfertigung von Holzwaaren, Leinwe- 
berei, Bergbau, Kisen- und Glasbereitung sind die Beschäfti- 
zungen der Bewohner, Zu den gewöhnlichen Krankheiten 
gehören Bluthusten, Lungenschwindsucht, Fussgeschwüre und 
Augenkrankheiten. Zu den endemischen: Wechselfieber mit 
ihren Nachwehen. Zu den epidemischen: Scharlach, Blattern, 
modificirte Blattern, Masern, Friesel, Wechselfieber und ga- 
strisch -nervöse Fieber. — "Thiere Jitten an Maul- und Klauen- 
weh, Lungenseuche und Lungenentzündung, an Milzbrand und 
Egelsucht. — In der Heilanstalt zu Budweis wurden von dem 
Dri Sanna 29 Kranke behandelt, wovon & starben und 24 ge- 
nassen. Die Frohnfeste dieser Stadt zählte 23 Kranke, welche
	        
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