Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

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VI. Mediein im Allgemeinen. 
438 
59 Quadratmeilen. Er ist grösstentheils eben oder doch nur 
sanfthügelig und nur wenig gebirgig, aber sehr reich an Wasser. 
Ihn durchströmt die Elbe, die Sayawa, der Zeliwka- Bach, und 
mehrere kleine Teiche vermehren noch die Feuchtigkeit des nie- 
drigen Bodens. Zu Peterkau giebt es eine schwefelhaltige und 
zu Modletin eine stahlhaltige Mineralquelle. — Die vorherr- 
schenden Winde wehen aus Nord - West, Nord, Süd-Ost und aus 
Ost-Süd-Ost. Das Klima ist gemässigt, bloss in den bergigen 
Gränzgegenden kalt und rauh. — Der Boden hat viel Dammerde, 
ist fruchtbar an Feld-, Gartenfrüchten und an Holz. — Die 
Volkezahl belief sich im J. 1825 auf 227,027 Seelenz d. i 
108,232 männliche und 118,795 weibliche, überhaupt 50,12% 
Familien, welche in 9 grösseren und kleineren Städten, 33 Markt- 
flecken und 840 Dörfern wohnten. Getraut wurden 1568 Paare; 
zeboren 9685, nämlich 4941 Knaben, 4744 Mädchen; 8330 ehe- 
liche, 1355 uneheliche; 199 entseelte. Es: ist also das %te Kind 
unehelich und das 48ste todtgeboren. - Die meisten Geburten 
fielen im März; die wenigsten im October. — Es starben 5274, 
worunter 2736 vom männlichen, 2538 vom weiblichen Geschlechte; 
1861 bis zum Isten, 683 bis zum 4ten, 437 bis zum 20sten, 
126 bis zum 40sten, 779 bis zum 6G5östen, 860 bis zum 100sten 
Lebensjahre und 29 noch ältere Leute. An den Pocken starben 
75, an Epidemieen 85, an der Hundswuth 1, am Selbstmord 8, 
durch fremde Hand 5, durch Unglücksfälle 75 und an gewöhn- 
lichen Krankheiten 4826 Individuen. Die häufigsten Todesfälle 
zählte der März, die wenigsten der October. Die Bewohner 
leben fast durchgehends von Ackerbau und Viehzucht, hin und 
wieder von Bergbau, Spinnerei, Weberei und von Fabrication 
des Papiers, Glanzleders, Glases, wollener Zeuge u. 8, W.: Man 
findet daher Magenschwäche, Hypochondrie, Gelbsucht, Hämor- 
rhoiden, Wassersucht, Kussgeschwüre, Bluthusten, Lungensucht, 
Luftröhrenschwindsucht u; s. w. Von besonderen einheimi- 
schen Plagen ist der Kreis frei. — Enzootisch herrschten 
Ruhr, Egelsucht und Drehkrankheit. — Epidemisch grassir- 
ten wahre und modificirte Blattern, gastrisch-nervöse Fieber, 
Scharlach, Keuchhusten, Masern. Unter Thieren aber: Lungen- 
seuche, Egelsucht, Drehkrankheit, Lungenentzündung , Milzbrand, 
Maul- und Klauensenche, Lungenfadenwürmer, Ruhr und Faul- 
fieber. — Der Kreis hat bloss eine Heilanstalt zu Kuttenberg. 
Dr. Dörer ist daselbst Arzt. Von den 144 Kranken des Jahres 
1825 genasen 143 und. einer starb. — Die Impfung der Kuh- 
pocken wurde an 8256 Individuen vollzogen; bei 1635 kamen un- 
ächte, bei 481 gar keine Pocken. — Die Zahl der Medieinal- 
personen belief sich auf 222: auf einen Arzt kommen 75,645, auf 
einen Wundarzt 68580, auf eine Apotheke 25,225 und auf eine 
Hebamme 1275 Menschen. — 9, Beschreibung des Taborer 
Kreises, dessen Grenzen 57 Quadratmeilen umfassen. Kr ist durch- 
gehends gebirgig und reich an Urgebirgs-Formationen und an Bildun-
	        
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