Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

IV. Materia medica und Toxikologie. 
zeigten eine tubereulöse Beschaffenheit. Alle Gefässe, die aus 
der Aorta descend, entspringen, mehr oder weniger verkuöchert. 
In der Gegend des ersten Lendenwirbels die Aorta etwas zu- 
sammengezogen und mit einem so festen Knochenringe umgeben, 
dass sie selbst einem starken Drucke nicht nachgab. Auf die- 
selbe Weise waren alle Becken- und Schenkelarterien verändert, 
doch die rechten mehr, als die linken. Unbedingt waren diese 
bedeutenden Desorganisationen im arteriellen Systeme Folge einer 
heftigen Arterienentzündung, deren aus Prr. FRAnK’s Schilderung 
deutschen Aerzten bekannte Symptome der ungenannte Bericht- 
erstaiter aufzählt. [4wus the med. and surg. Journ. of the north 
of England in Gazette medicale de Paris, tom. HIT, Nr. 310.) 
(H— 1.) 
LV. MATERIA MEDICA und ToxIKOLOGIE. 
24. Ausschlag nach dem Copaivbalsam und den 
Cubeben. Nach dem täglichen Gebrauche von 2 Drachmen 
des Balsams und einer doppelten Quantität des Cubebenpnlvers 
entstand plötzlich am 6. Vage Jucken und Brennen auf dem 
ganzen. Kopte und dem vorderen "Theile des Halses; es folgten 
weinrothe Fliecke, welche sich bis zu der Brust verbreiteten 
und Tages darauf auch den Unterleib, unter denselben Vorboten, 
einnahmen. . Den 3. Tag waren die ersten Flecke schon wieder 
blässer geworden, andere zeigten sich jedoch an den unteren 
Extremitäten bis auf die Füsse hinab. . Die Flecke waren mehr 
oder weniger breit, unregelmässig, bald zusammenfliesgend, bald 
isolirt ssehend, von hellrother Farbe. Sie glichen völlig den 
Masern, doch fehlien alle dieses Exanthem charakterisirende 
und begleitende Symptoine. Vom 3. und 4. Tage an verloren 
sie sich ohne Abschuppung in derselben Ordnung, wie sie auf- 
zetreten waren... Hätte auch noch über die Ursache, die diesen 
Fiecken. zu Grunde lag, ein Zweifel obgewaltet, so ward er 
dadurch, dass sich dieselben Erscheinungen, als die Mittel 3 
Wochen darauf, nach dem eigenen Gntdünken des Kranken, wie- 
der in Gebrauch gezogen wurden , wieder einfanden, um 89 be- 
stimmter gehoben. Nach dem Copaiyvbalsam hat Ref, ähnliche 
Kxantheme sehr häufig, nach den Cubeben nie beobachtet, 
würde deshalb auch ersterem allein die Schuld beimessen. [Ar- 
chives gener. de medec;, Norbr. 18831.] (H—r.) } 
y 2% Bemerkungen über die innere Anwendung 
des Arseniks und der Kanthariden in den hart- 
näckigsten Fällen chronischer Hautkrankheiten; 
vom Militärarzte ErcHuann in Coblenz. Zu den schwierigsten 
Aufgaben der Heilkunst gehört unstreitig die Behandlung der- 
jenigen hartnäckigen chronischen Hautkrankheiten, über deren 
ursöchliche Verhältnisse bei aller Sorgfalt nichts Genaues zu er-
	        
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