Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

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VI. Gynäkologie und Pädiatrik. 247 
in 2 gegebenen Jahren dieselbe seyn. Doch geht aus allen 
Beobachtungen hervor, dass der Einfluss der Sonne auf 
den Geschlechtstrieb das allgemeinste Factum ist, und dennoch 
bieten die heissesten Monate, Juli, August und September, im 
Vergleiche mit den 3 vorhergehenden Monaten, wenigstens in 
unsern Klimaten, eine nicht unmerkliche Verminderung der Zeu- 
zungskraft dar. Man möchte daher wohl annehmen, dass in 
Bezug auf die im Frühlinge gesteigerte Fruchtbarkeit der Anblick 
der verjüngten Natur einen geistigen Einfluss ausübe. Giebt 
man dies zu, so kann man sich erklären, warum in heissen 
Ländern die Zahl der Conceptionen abnimmt, wenn die Sonne 
Alles versengt hat, warum dies bei uns besonders im Herbste 
beim fallenden Laube vorkommt, warum .die Liebe den Lapp- 
länder so wenig und den Italiener so sehr beschäftigt, und warum 
Schauspiele und Vereinigungen der Geschlechter, ob sie gleich 
mehr im Winter vorkommen, doch die Zeugungsfähigkeit stei- 
gern. — Nicht unwichtig ist überdies, dass die jährliche Pe- 
riode der abnehmenden Fruchtbarkeit bei Menschen gerade mit 
der steigenden bei Thieren zusammentrifft, da für letztere 
meist der Sommer oder der Herbst die Zeit des Ueberflusses, 
der Gesundheit, Vollsaftigkeit und Kraft ist. Doch muss die 
Zeit der Begattung der Hasen hier vorsichtig machen, nicht 
allgemeine Behauptungen aufstellen zu wollen. — Eheleute, 
welche Kinder haben wollen, und weiche jährlich eine Zeit lang 
wegen ihres Berufes von einander getrennt leben, könnten viel- 
leicht das zu ihrem Vortheile benutzen, was hinsichtlich der Jah- 
reszeiten, in denen die Befruchtung am leicltesten Statt findet, 
hier mitgetheilt wurde. Auch könnten nach demselben in schwach- 
bevölkerten Ländern die Regierungen wo möglich darauf achten, 
dass sie die Männer nur in Zeiten, in denen die Befruchtung 
minder leicht erfolgt, von ihren Frauen entfernten, während in 
übervölkerten Ländern ein entgegengesetztes Verfahren nützlich 
seyn würde, [v. Froriep’s Notizen, Nr. 419, nach Annales 
d’ Hygiene publ. et de medec. legale.) (K— e.) 
213. Geburtshülfliche Bemerkungen; vom Prof. 
Dr. L. Menpoe in Göttingen. 1) Geburten ohne Wehen. 
M. läugnet durchaus die Möglichkeit einer Geburt ohne Wehen, 
d. h. ohne Zusammenziehungen des Uterus, die nicht bloss in 
Beziehung auf die Frucht, als Austreibungsmittel derselben und 
der Nachgeburtstheile, sondern auch in Beziehung auf die Mut- 
ter wesentlich sind, deren Zurücktreten aus dem schwange- 
ren in den nichtschwangeren Zustand, aus dem des Empfangen- 
Habens in den des Empfangen-Könnens dadurch bedingt wird. 
Von Geburten ohne Wehen reden, beweist daher einen gänzli- 
chen Mangel an Kenntniss der wahren Natur und Bedeutung des 
Geburtsgeschäftes. Diejenigen, welche dergleichen Geburten 
Aurch die sogenannte Bauchpresse, d.h. durch das Pressen des 
Zwerchfells und der Bauchmuskeln auf die Gebärmutter und
	        
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