Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

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VI. Gynäkologie und Pädiatrik. 243 
Nachdem der oben erwähnte Knabe diese Maschine mehrere 
Wochen ohne Nachtheil getragen hatte und während dieser Zeit 
keine Samenergiessung verursachen konnte, klagte er eines Ta- 
ges über heftige Schmerzen am Gliede. Als man die Maschine 
abnahm , war der Penis geschwollen und entzündet, wahrschein- 
lich in Folge der etwas kleinen Gliedröhre und des angesammel- 
ten Harns. Man machte die Gliedröhre grösser, und nun trug 
der Knabe die Maschine wieder 16 Tage ohne alle Beschwerden, 
bis er an einem einsamen Orte so lange an beiden Spangen riss, 
bis er diese mit dem Schambogenschilde, so weit die Spangen 
darauf genietet waren, lossmachte. Um dies zu erreichen, hatte 
er so lange den Unterleib eingezogen und die Spangen gedreht, 
bis diese, da die Nieten sich nicht lösten, aus dem Bleche ris- 
sen. — Nun wurde das Schambogenschild so vergrössert, dass 
es die ganze Bauchdecke umfasste, oben am Rande des Schildes 
machte S. kurze stählerne Spangen und befestigte sie anf die 
erwähnte Art, den leeren Raum zwischen Bauchdecke und Schild 
aber besetzte er mit Leder, dass auch hier alles geschlossen 
war, und hing das Ganze mittelst Halfter am Bauchringe an. 
Nach dieser Veränderung legte man die Maschine wieder an, und 
seitdem. ist es dem Knaben nicht mehr möglich gewesen, mit 
den Händen zu den Geschlechtstheilen zu kommen, oder nur 
die Maschine von den Weichtheilen wegzubringen, so dass eine 
Reibung des Gliedes hätte entstehen können. Die Maschine 
entspricht also nun allen gerechten Anforderungen und verdient 
gewiss bekannter und in vorkommenden Fällen angewendet zu 
werden, [v. Gräfe’s und v. Walther’s Journ. der Chirurg., 
Bd. 14, Hfe. 3.1 (K—e,} 
VI. GYNÄKOLOGIE und. FÄDIATRIK. 
. 209. Einen Fall von Imperforation des Hymens 
beobachtete Dr. Jonn Corvan bei einem 16jährigen, noch nicht 
menstruirten, Mädchen mit dunkelm Haar. und: Augen, von leb- 
hafter Gesichtsfarbe und. guter Gesundheit, ‚ Längere Zeit hin- 
durch fühlte sie bloss eine Schwierigkeit und. ein Hinderniss 
beim Uriniren, Schmerz io den Geschlechtstheilen, dem Kreuz 
and Unterleibe; späterhin. wurde dieser ziehend, erstreckte 
ach. aus dem Rücken nach den Weichen; es gesellte sich Ekel 
dazu, . sowie Frost. und. Zittern, welches. mehrere Stunden an- 
hielt ‚und sich mit einem Drange zum Uriniren endigte, und 
endlich bemerkte die Kranke eine klumpige Erhöhung (Lump) 
in der rechten Seite des Unterleibes und an den Geschlechts- 
‘heilen... Bereits 4 Wochen. lang wurden dagegen ‚verschiedene 
schmerzstillende und abführende Arzneien in Gebrauch gezogen; 
allein höchstens mit einiger Erleichterung. Als C. den Zustand 
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