Full text: (Bd. 2 (Jahrg. 1832) = No 9-No 16)

242 V. Chirurgie und Augenheilkunde. 
die Schraubenmutter vorwärts, schiebt den Lithotritor am Griffe 
vor, öffnet so die Löffel, sucht den Stein zu fassen, zieht den 
Lithotritor so weit es nöthig ist, um den Stein zwischen die 
Löffel zu klemmen, an sich, schraubt die Schraubenmutter zu- 
rück, dass die beiden Lithotritoren sich nicht nach vorwärts be- 
wegen, und hält am bauchigen Theile das Instrument fest. Nun 
wird der Griff seitlich bewegt, die Löffel folgen dieser Bewe- 
gung, und die Zähne zerreiben den Stein. Je kleiner aber der- 
selbe wird, desto mehr muss man durch Zurückziehen des Li- 
thotritors und Zurückschrauben der Schraubenmutter den Raum 
zwischen den Löffeln verkleinern, damit der Stein immer noch 
festgehalten und zerrieben werden könne. [v. Gräfe’s u. v. Wal- 
ther’s Journ. der Chirurg., Bd. Vi, Hft. 3.] (K—e.) 
208. Beschreibung eines Onanie-Sperrers; vom 
instrumentenmacher ScHEINLEIN in München. SS. wurde vom 
Leibmedicus v. Wıyrer in Folge eines Falles von höchster Be- 
deutung aufgefordert, eine Maschine zu fertigen, welche im 
Stande wäre, einen Knaben von 13 Jahren, der der Onanie auf 
das Höchste ergeben sey, so im Zaume zu halten, dass er seine 
Lust durchaus nicht mehr befriedigen könne, was durch ver- 
schiedene Mittel und unter andern auch durch die Fuogcx’sche 
Vorrichtung bisher nicht zu erlangen gewesen wäre. Um dieser 
Aufforderung zu entsprechen, fertigte derselbe einen Onanie- 
sperrer, dessen Grundidee von der erwähnten Fıecx’schen Ma- 
schine entnommen ist, der aber übrigens Vieles zeigt, was jener 
Vorrichtung abgeht und eben dadurch seinen Zweck vollkommen 
erfüllt. — Die von FLiecK angegebene lederne, corsetartige 
Leibjacke wurde beibehalten, weil bei ihr der Leibring nicht 
zu schwer auf den Hüftbeinen aufliegt, und weil ausserdem durch 
Druck leicht ein Nachtheil entstehen könnte. Was aber die 
übrigen Theile anlangt, so sind Gliedröhre, Hodensack- und 
Schambogenschild nach Foecx’s Angabe von Metall und werden 
an einem ledernen Schilde befestigt, das seine Anhaltepunkte 
am Leibringe hat. Da jedoch die Ledertheile durch. Wärme und 
Schweiss mit der Zeit weicher werden und es dem Onanisten 
eher möglich machen, zu den Geschlechtstheilen zu gelangen, 
30 liess S. statt der ledernen Befestigungen vom Schambogen- 
schilde zwei mit doppelten Nieten befestigte Stahlspangen schräg 
über den Bauch nach dem Leibringe laufen und befestigte die- 
selben mittelst Schraubenschlösser, die der Kranke durchaus 
nicht öffnen konnte. An den silbernen Hodensack aber legte er 
einen die Form der Beckentheile zeigenden, bis zum After 
hinlaufenden Fortsatz von Blech und nietete an diesen 2 starke 
lederne Riemen, die am Ende Stahlplatten haben und über das 
Gesäss zum Leibringe gehen, an dem sie durch Schrauben- 
schlösser festgehalten werden. Der Hodensack wird durch diese 
so fest an die fleischige Umgebung gedrückt, dass der Kranke 
mit den Fingern durchaus nicht an den Hodensack kommen kann. —
	        
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